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Die Sicht der anderen

Unser Blick auf Geschichte und Kultur ist meistens sehr einseitig. «Kein Wunder, woher sollten wir die anderen Sichtweisen auch kennen», sagte sich Heidi Nolte von der Buchhandlung «Shakespeare and Company»und begann, ihre Kunden gezielt anzusprechen. «Was wir brauchen, ist ein Kulturkreis, in dem solche Themen von verschiedenen Seiten beleuchtet werden.»

Die Resonanz war gut: Zum ersten Treffen kamen 14 Kultur-Interessierte. Für die Leitung des Kreises konnte Heidi Nolte das Historiker-Ehepaar Gerd und Ute Kremer gewinnen. Die Oberstudienrätin schlug dann auch gleich das erste Thema vor: «1492 - die Fremden und wir.» Sie erläutert: «Damals änderte sich sich das Weltbild grundlegend. Plötzlich waren da andere Kulturen, die man nicht kannte und von denen man nicht wusste, wie man sie behandeln sollte.» Über die Sichtweisen dieser Kulturen soll schließlich eine Brücke zur Gegenwart geschlagen werden.

Der Kulturkreis trifft sich wöchentlich um 16 Uhr in der Buchhandlung, Schwanenwall 6. Den genauen Tag will Heidi Nolte nach Absprache mit den «Gründungsmitgliedern» festlegen. Alle Interessierten vom Schüler bis zum Historiker sind herzlich eingeladen zu den Sitzungen des «offenen Treffs». Infos unter Tel. 9 76 11 44. dac

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