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«Die Nacht hat so vieles zu bieten»

Auf Fledermaus-Tour im Mengeder Naturschutzgebiet Im Siesack

«Fledermäuse sind richtig niedliche Tiere», garantiert Kristine Mayer. «Wenn man sich mit ihnen beschäftigt hat, kann man sich gar nicht mehr vor ihnen gruseln.» Um auch Unkundige davon zu überzeugen, führte die Landschaftsarchitektin am späten Samstagabend über 30 Dortmunder durch das Mengeder Naturschutzgebiet Im Siesack. «Im Raum Dortmund leben zehn Arten von Fledermäusen», klärte Kristine Mayer auf. «Hier im Siesack haben wir bisher drei entdeckt, es könnten aber auch mehr sein.» Zu wenig weiß man bisher über die scheuen kleinen Nachtschwärmer. Mit Taschenlampen und Detektoren ausgestattet machte sich die Gruppe auf die Pirsch. Die Detektoren dienen dazu, die Ultraschalllaute aufzufangen, mit deren Hilfe sich die kleinen Jäger ihren Weg durch die Nacht bahnen. Doch schon vor Einbruch der Dunkelheit zeigten sich die ersten Fledertiere. «Dort vorne startet ein großer Abendsegler», erklärte Markus Halfmann vom Umweltamt mit Blick auf einen Flattermann, der sich gerade von einem Baumwipfel entfernte. «Sie brechen meist früh auf, da die Futterplätze häufig weit entfernt von den Nistplätzen liegen.» Auch die Detektoren empfingen schon die ersten Rufe der Tiere, die für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar sind. Das ist vor allem für die jüngsten unter den Wanderern interessant. «Ich habe mal eine Fledermaus bei uns an der Hauswand gesehen», berichtete die zehnjährige Anna Beer. Nun nahm sie die Gelegenheit wahr, die Tiere in eigener Umgebung zu erkunden. Ebenso wie die Brüder Robert (8) und Tillmann Hengemühle (6). Furcht haben sie keine, versicherten sie. Trotzdem hielt Robert seine große Stablampe fest umklammert. Kein Wunder, schließlich interessiert er sich aus einem ganz bestimmten Grund für die Tiere: «Ich lese gerne Vampirbücher.» Auf die Idee zur ersten Dortmunder Nacht der Umwelt sind Markus Halfmann und Bärbel Maczkowski, ebenfalls Umweltamt, schon vor einigen Jahren gekommen. «Denn gerade die Nacht hat so vieles zu bieten, das man sonst gar nicht mitbekommen kann. In Zukunft wird es sicher ähnliche Aktionen geben», verspricht Bärbel Maczkowski. jo

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