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Der späte Gang an den heimischen Herd

5 vor 5 in Dortmund. Jeden Mittwoch porträtieren wir an dieser Stelle Menschen unserer Stadt.

Kein Witz - Genau um fünf vor fünf, wie für diese Kolumne gemacht, beendet Jörg Lennardt, Geschäftsführer des IT-Centers, den offiziellen Teil der Abschlussfeier des 6. Jahrganges. Er wünschte noch gute Gespräche: "Das Büfett ist eröffnet."

Für Gespräche ist Udo Mager immer zu haben. Fürs Büfett weniger. Jedenfalls nicht um diese Zeit. Die Magers essen spät. Davon später.

Jetzt also Ende der Abschlussfeier. Und Gespräche. Mit dem RN-Redakteur. Bevor ich fragen kann, sagt Udo Mager: "Ich freue mich sehr, das war schließlich mein erstes 'Baby'." Wieso? "Im Juli 2000 bin ich als Chef des dortmund.projects angefangen, und schon im November konnten wir den ersten Studiengang begrüßen."

Mager ist mittlerweile zum Chef der Wirtschaftsförderung aufgestiegen. Mit einem Terminplan, der ihn selten vor 22 Uhr nach Hause kommen lässt. Erst dann isst er mit Gattin Ulrike. Selbstgemachtes. "Meine Leidenschaft ist das Kochen." Sein Gewicht habe er gehalten.

Gegen 8 Uhr betritt Mager sein Büro an der Töllnerstraße. Gegen 17 Uhr wechselt der 51-Jährige allmählich von der "Bürozeit zur Netzwerkzeit", wie er selbst sagt. Aufsichtsratsmandate, Vorträge, Gespräche mit Politikern, gesellschaftliche Einladungen. "Zum Glück macht meine Frau das alles mit."

Vor allem, wenn die Termine eine kulturelle Note haben. Der stets wie aus dem Ei gepellt wirkende Mager lässt aber keinen Zweifel daran, dass ihn seine Arbeit, ob dröge Besprechung oder Abend im Konzerthaus, fesselt und begeistert. Die Katalogisierung als Workaholic weist er entschieden zurück. Er arbeite gerne und habe viel Humor. Auch wenn das nicht jedem sofort auffalle: "Aber ich mach' gerne mal einen Witz." Jörg Heckenkamp

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