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Den richtigen Beruf ansteuern

Praktiker oder Team-Player? Kaufmann oder Kfz-Mechatroniker? Bei der schwierigen Frage nach der richtigen Berufswahl geht die Johann-Gutenberg-Realschule in Wellinghofen jetzt neue Wege. Gemeinsam mit der Stadt, den Unternehmensverbänden und der Agentur für Arbeit hat sie das Projekt "Neue Brücken in den Beruf" ins Leben gerufen.

Potenzialanalyse, Bewerbungstraining, Kommunikations-Knigge und Einstellungstest heißen die vier Module, welche die Neuntklässler im Rahmen des Projekts durchlaufen können. "Pro Teilnehmer und Modul entstehen rund 60 Euro Kosten, getragen von den Unternehmensverbänden und der Arbeitsagentur", sagt Dr. Heinz-Siegmund Thieler von den Unternehmensverbänden.

Bis September 2008 wollen die Sponsoren in Dortmund 240 Module mit je 25 Teilnehmern anbieten - für über 400 000 Euro. Stefan Kulozik, Geschäftsführer von der Agentur für Arbeit ist sich sicher, dass sich diese Investition rechnet: "Die Schüler wissen besser, was sie im Beruf erwartet. Dadurch sinkt die Zahl der Ausbildungsabbrüche und teurer Umschulungen, die Schüler sind weniger frustriert."

Lisa-Marie Schneider (15) hat die Potenzialanalyse am Montag schon etwas gebracht. "Ich habe gelernt, dass Werbedesignerin doch nicht zu mir passt, weil man da viel am Computer sitzen muss und ich eher die Abwechslung brauche. Kauffrau wäre eher etwas für mich."

Bei Stefan Herden klafften die Berufswünsche bis gestern noch weit auseinander: Bankkaufmann oder Kfz-Mechatroniker. Jetzt wird es wohl Ersteres: Als "kontaktfreudiger Team-Player", so die Analyse, kommuniziert er besser mit Bankkunden als mit Autos. Bianca Belouanas

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