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Dem Hintern zuhören

Zwei Bedingungen müssen die Teilnehmer der IVM-Motorradschule erfüllen. Sie müssen absolute Anfänger sein, ohne Führerschein und Praxis. Und: Sie müssen es wollen.

Denn einfach ist es nicht, das Motorradfahren. "Ziemlich ungewohnt" findet auch Tobias Dahl aus Iserlohn seine ersten Kontakte mit dem Zweirad am Sonntag auf dem Friedensplatz: Fahrlehrer Roland Senff zeigt, wie man die 180 kg der Yamaha MT 03 mit nur einem Finger in der Balance hält.

"Nicht hinschauen, du musst es fühlen" rät der Experte. "Wenn du deinem Schätzchen einen Kaffee ans Bett bringst, guckst du ja auch nicht auf die Tasse."

Die folgenden Übungen funktionieren noch ohne Pferdestärken: Schieben, bremsen, auf- und absitzen. Im Sattel dann der nächste Merksatz: "Der Hintern ist die Kontaktfläche zur Straße", erklärt Senff, "der sagt dir alles Wichtige - du musst nur zuhören."

Dann dreht sich der Schlüssel, fauchend kommt Leben in den Motor. Die ersten selbst gesteuerten Meter nimmt der 30-Jährige im Flug: Etwas zu viel Gas, schon springt die Enduro-Maschine. Der zweite Versuch klappt: Langsam und gleichmäßig dreht Dahl die große Runde. "Die Kraft ist echt beeindruckend", sagt er hinterher.

Zum zweiten Mal rollte am Wochenende die Fahrschule des Industrieverbands Motorrad (IVM) über Dortmunder Pflaster. "Wir sind die Interessenvertretung aller Hersteller, die in Deutschland verkaufen", erklärt Hermann Lackermann vom IVM. Gut, wenn der kostenlose Testritt auf dem Zweirad zur Teilnahme an einem IVM-Lehrgang führt, findet er. "Und wenn nicht, dann haben sie hoffentlich eine Stunde Spaß gehabt." tag

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