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Das Paradies hinterm Haus

Garten- und Blumenfreunde feierten ihr 70-jähriges Bestehen

Einzig noch lebendes Gründungsmitglied ist die 93-jährige Erna Keller, die den Verein der Garten- und Blumenfreunde vor 70 Jahren als zartes Pflänzchen aussetzte. In seiner Ansprache blickte der Ehrenvorsitzende Adolf Stock in die Vereinsgeschichte, die bis in das Jahr 1937 reicht. Damals verfolgten 42 Männer und Frauen aus Lichtendorf, Sölderholz und Sölde das Ziel, in den damals noch dünne besiedelten Ortsteilen die Vorträge und praktischen Vorführungen rentabel zu gestalten. Viele der Haushalte bewirtschafteten Gemüse- und Obstgärten und hielten Schweine oder Federvieh. «Einige hatten sogar Milchkühe», berichtete Adolf Stock. Eigene Gärten und Hausvieh seien in den Kriegs- und Nachkriegsjahren «bittere Notwendigkeit» gewesen, da Lebensmittel knapp rationiert waren. In der Not rückten die Garten- und Blumenfreunde zusammen: sie versorgten ihre Mitglieder u. a. mit Saatgut und Dünger. Mit dem Wirtschaftswunder wandelte sich die Versorgerfunktion des Gartens zu einem Hobby. Stock sprach auf der Jubilarfeier von den «Erholungs- und Wohngärten», in denen die Vereinsmitglieder auch den Umweltschutz praktizierten. Viele Fachvorträge - wie sie der Verein auch heute noch anbietet - und Besichtigungen vermittelten den Mitgliedern viele Trends. Schon damals setzten die Gartenfreunde auf Obst- und Ziergehölze. Bis heute setzt der Verein sein Konzept und Information und Geselligkeit erfolgreich fort. Jährlich informieren Experten an 12 Terminen mit stets neuen Themen über die Gartenarbeit. Seit 1972 reisen die Mitglieder durch landschaftlich reizvolle Orte. Die Beteiligung ist so groß, dass zwei bis drei Reisebusse bestellt werden müssen. Kein Wunder: 370 Familien sind in der Mitgliederkartei eingetragen. Nach der Jubilarehrung berichtete Michael Siepmann aus Iserlohn-Hennen mit Dias aus dem Taucherparadies der Insel Palawan, wo beeindruckende Bilder von (Unterwasser-) Landschaften und Blüten entstanden sind.

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