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Stadt Dortmund sucht Rechtsdezernent

CDU holt Bewerber aus Viersen

Dortmund Wer wird neuer Rechtsdezernent der Stadt Dortmund? Kommenden Montag soll es eine Vorstellungsrunde in den Rathausfraktionen geben. Auftreten wird aller Voraussicht nach aber nur ein Bewerber. Drei weitere haben hingeschmissen.

CDU holt Bewerber aus Viersen

Norbert Dahmen ist Stadtkämmerer in Viersen. Er hat sich als Rechtsdezernent in Dortmund beworben. Foto: Stadt Viersen

Seit dem Wechsel von Diane Jägers (CDU) ins Düsseldorfer Innenministerum zu Jahresbeginn steht der Schreibtisch im Rechtsdezernat der Stadt Dortmund leer. Das Vorschlagsrecht für die Neubesetzung liegt bei der CDU-Fraktion.

CDU hatte zur Vorstellungsrunde geladen

Und die hat sich ihr Bild über potenzielle Kandidaten bereits gemacht: Vier Bewerber hatte die CDU in den vergangenen Wochen zur Vorstellungsrunde abseits vom Rathaus in ein Dortmunder Hotel eingeladen. Am Ende der rund fünfstündigen Vorauswahl ist ein Kandidat übrig geblieben – alle drei Konkurrenten haben ihre Bewerbungen inzwischen zurückgezogen.

„Alle haben eine sehr präsentable Vorstellung abgeliefert“, sagte CDU-Fraktionschef Ulrich Monegel am Mittwoch auf Anfrage. Man habe sich auf den Kandidaten verständigt, der „konzeptionell am stärksten überzeugt hat“. Das bedeutet: Bei der Vorstellung in den anderen Ratsfraktionen am kommenden Montag wird nur noch ein einziger Aspirant über den Laufsteg marschieren: Norbert Dahmen (CDU) aus Viersen.

Viersens Kämmerer bewirbt sich als Rechtsdezernent in Dortmund

Der 51-Jährige ist seit 2014 Kämmerer der Stadt Viersen. Neben seiner Aufgabe als oberster Hüter der Stadtfinanzen trägt Dahmen Verantwortung für die Feuerwehr, das städtische Gebäudemanagement und als Volljurist für das Ordnungsrecht. Zuvor war Dahmen 18 Jahre lang Vize-Chef im Kölner Steueramt mit rund 400 Mitarbeitern.

Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte Dahmen seine Bewerbung, wollte sich aber unter Hinweis „auf das noch laufende Verfahren“ inhaltlich nicht weiter äußern.

Alles andere als ein „Ja“ der SPD wäre eine Überraschung

Ob die SPD den Kandidaten mitträgt, ließ Fraktionsgeschäftsführer Andrew Kunter zumindest am Mittwoch offen: Man wolle dem Bewerber erst einmal Gelegenheit geben, seine Ideen und Konzepte zu präsentieren, so Kunter. Alles andere als ein „Ja“ der SPD aber wäre eine Überraschung: Hat eine Fraktion das Vorschlagsrecht für die personelle Neubesetzung eines Dezernates, darf sie traditionell davon ausgehen, eine Mehrheit zu finden.

Der Rat entscheidet in seiner Sitzung am 17. Mai. Der Amtsantritt ist dann für Anfang Juli vorgesehen.

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