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Bunte neue Lesewelt

Hombruch "Die Kinder sollen in eine Märchenwelt eintauchen, wenn sie in die Bibliothek kommen" - bei der Gestaltung einer Stadtteilbibliothek ist Kreativität gefragt.

Und die haben 20 Schülerinnen der 9. und 10. Klasse der Robert-Koch-Realschule. "Kreatives Gestalten" heißt immerhin auch ihre AG, in der sie Entwürfe für die Innengestaltung der Bibliothek Hombruch, speziell den Kinder- und Jugendbereich, erstellten. Diese präsentierten sie gestern Vertretern der Bezirksvertretung und der Bibliothek.

Das Eintauchen meinen die Schülerinnen zwischen 14 und 16 Jahren ganz wörtlich. Denn die Wände im Eingangsbereich der Bibliothek sollen ab Anfang nächsten Jahres voll mit bunten Fischen, Meerjungfrauen und Muscheln bemalt sein. Für den Durchgang zur Kinderecke haben sich Andrea (16), Regina (16) und Nadine (15) ein paar "Klassiker" überlegt. "Prinzessinnen wollten wir haben, Einhörner und Drachen für die Jungs", lacht Andrea. "Das macht doch gleich mehr Lust aufs Lesen." Das war auch das Hauptziel des gesamten Projektes, in dem die Bezirksvertretung die AG-Schülerinnen mit der Verschönerung der Bibliothek beauftragten. 15 000 Euro sollen für neuen Medien und 5 000 Euro für die Neugestaltung verwendet werden. Ab letztem September konnten die Mädchen ihre genannte Kreativität also voll entfalten. Und sind jetzt stolz auf die Ergebnisse, die im Januar überwiegend genau nach Entwurf in der Bibliothek zu sehen sein sollen. Comicelemente treten ebenso häufig auf wie Märchenmotive. Die Schülerinnen hatten sich nach einer Besichtigung der Bibliothek in die Gruppen "Wandgestaltung", "Bücherkästen", "Verschönerung des Durchgangs zur Kinderecke" und "Objekte" aufgeteilt.

"Ihr Engagement reichte noch über den Unterricht hinaus", lobten Lehrerin Erika Bürgener und Bezirksvorsteher Ulrich Steinmann gestern einstimmig. Andrea begründete den Einsatz: "Klar ist man auch stolz, wenn bald die eigene Zeichnung in der Bibliothek hängt." Die neuen Gestaltungselemente sollen voraussichtlich im Laufe des nächsten Monats komplett sein. Dann ergänzt noch eine Jugendgruppe des Helene-Lange-Gymnasiums ihre Ideen. Und der neuen Lesefreude bei Kindern und Jugendlichen sind keine Grenzen mehr gesetzt. cu

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