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Brustkrebs: 306 Karzinome entdeckt

DORTMUND Seit knapp zwei Jahren gibt es das Mammographie-Screening in Dortmund. Nach und nach wurden per Einwohnermeldeliste alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren von der koordinierenden Stelle in Münster mit einem festen Terminvorschlag eingeladen, an der kostenlosen Reihenuntersuchung der Brust teilzunehmen mit dem Ziel, die Sterblichkeit zu senken.

Brustkrebs: 306 Karzinome entdeckt

Noch immer nehmen deutlich zu wenige Frauen am Mammographie-Screening teil.

Bisher haben sich 38.745 Frauen untersuchen lassen. Eingeladen zum Mammographie-Screening wurden aber rund doppelt so viele. 1795 Frauen wurden zur Abklärung eines möglichen Befunds gebeten, 544 Frauen punktiert, und bei 306 Patientinnen fanden die Ärzte ein Karzinom.

Für den verantwortlichen Ärztlichen Direktor des Screenings, den Radiologen Prof. Dr. Detlev Uhlenbrock, steht außer Frage, dass bei allem Wenn und Aber zur Röntgenuntersuchung der Brust die Mammographie heutigen Standards noch die effektivste Methode sei, Knoten frühzeitig zu entdecken, bevor sie tastbar werden. Uhlenbrock hält die Mammographie in einem Bereich sogar dem Kernspin-Tomographen für überlegen, der bei Reihenuntersuchungen mit hervorragenden Studienergebnissen abgeschnitten hat:  "Jede Methode hat aber ihre Schwächen. Beim Kernspin  ist der Kalk die Schwäche. Er lässt sich hierbei nicht erkennen." Und dann überschlägt er:  "Die am Screening beteiligten radiologischen Praxen in Dortmund haben 109 Tumore gefunden, also etwa ein Drittel von allen entdeckten, die kleiner als 1 cm waren. Wir fanden auch 59 Tumore, die wir nur über den Kalk gesehen haben."

Prof. Uhlenbrock will Frauen die Angst vor der Untersuchung nehmen und wirbt für eine höhere Akzeptanz des Screeninings. Ein ausführliches Interview mit ihm lesen Sie in der morgigen Ausgabe der Ruhr Nachrichten.

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