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Briefe erzählen Geschichten

Aplerbeck Drei Silbergroschen Porto hat der Brief gekostetet, den die Dampfkesselfabrik Robert Wulf 1870 auf die Reise geschickt hat. Abgestempelt in Aplerbeck. Dieses seltene Sammlerstück ist nur eines von vielen Exponaten, die im Besitz von Bernd Hesse sind.

Dem Mitglied im Verein der Briefmarkenfreunde Dortmund-Aplerbeck gehört eine der wohl eindrucksvollsten Sammlungen über die Postgeschichte im Ortsteil Aplerbeck. «Ich sammle seit 60 Jahren. Seit ungefähr 40 Jahren haben ich die Stücke über Aplerbeck zusammengetragen», sagt Bernd Hesse.

Beindruckend die Briefe aus der Zeit, wo es noch keine Marken gab, als die Post nur mit einem großen Stempel die Briefsendungen zur Beförderung freigab. Ein echter Hingucker der Brief aus dem Jahr 1852. Mit Marke und entwertet mit dem preußischen Nummernstempel 41 (der stand für Aplerbeck). Bunt gestaltet die Postkarten, die noch das Aplerbeck vor dem Bau des Amtshauses (1907) zeigten.

«1821 ist die Post in Aplerbeck zum ersten Mal erwähnt worden», sagt Hesse. Die Thurn- und Taxische Post sorgte zu dieser Zeit noch für die Nachrichtenübermittlung. Die Karten mit dem Amtshaus als Motiv sind da aus einer jüngeren Zeit. Die eine aus dem Jahr 1920 zeigt das alte Gebäude noch mit einem Teich im Vordergrund. Die andere mit der schwarzweiß Fotografie aus dem Jahr 1972 beweist, dass zu der Zeit ein Litfasssäule vor dem Amtshaus stand. jöb

Am Sonntag (24.6.) ab 11 Uhr sind all diese seltenen Sammlerstücke rund um die Aplerbecker Postgeschichte in der Sonderausstellung «100 Jahre Amtshaus» zu bestaunen.

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