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Bodenständige Ideenfabrik

6400 Menschen verdienen in Dortmund ihr Geld in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Einige dieser "kreativen Köpfe" stellen wir in unserer Serie vor. Heute: Armin Hingst und Arndt Weiß von der Gestaltmanufaktur.

"Wir sind eine Ideenfabrik mit Bodenhaftung. Wir bieten Design, aber auch Inhalt". Armin Hingst redet schnell und ist um Worte nie verlegen. Das darf er auch nicht sein, denn er ist der Chef der Agentur Gestaltmanufaktur, die seit 1991 Unternehmen und Organisationen in ihrer internen und externen Kommunikation fit macht.

Form und Inhalt

Ob Entwicklung eines Logos oder gleich des gesamten Corporate Design, also des visuellen Erscheinungsbildes einer Firma, Mitarbeiterzeitschriften, Kundenmagazine oder Marketingberatung: "Inhalt und Form gehören für uns zusammen", so der 47-Jährige, der selbst gelernter Technischer Zeichner ist, aber auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur nachholte und dann Journalistik in Dortmund studierte.

Ein gut gemachtes Kundenmagazin erfüllt für Hingst nicht nur Aufgaben des Marketings, sondern soll zu Imagebildung und Kundenbindung beitragen. Die Mitarbeiterzeitschaft diene der sachlichen Information und der Unterhaltung und sei keine "Vorstands-Postille" - "sonst ist sie nicht glaubwürdig", ist er überzeugt. Zu den Kunden gehört etwa die Stiftung von PriceWaterhouseCoopers, einer der führenden Wirtschaftsberatungsgesellschaften, für die die Agentur die Jahresberichte erstellt.

Die Mitarbeiter um Hingst freuen sich wohl wie alle Kreativen über aufgeschlossene Kunden, die für gewagtere Ideen offen sind. "Wir wollen für Aufmerksamkeit sorgen. Es ist schön, wenn die Firmen bei unseren Vorschlägen mitziehen", so Arndt Weiß, Junior Art Director. Dabei gehe es nicht darum, alles bunter und größer zu machen, sondern es darf durchaus auch zurückgenommen und zielgerichtet sein, so der 34-Jährige.

Ein bisschen frecher kommt die Broschüre zur Messe "Fa!r 2008" daher, damit die Veranstaltung nicht in der verhuschten Öko-Nische eingenordet wird. Im Januar findet sie erstmals im Depot statt und wirbt für Zukunftstrends im fairen Handel. Zur Premiere geht es um Textilien. So blitzt auf der Broschüre ein flacher Frauenbauch mit Fairtrade-Logo aus einer Jeans. Auch Hingst und Weiß wissen: "Sex sells".

Vielfalt, die begeistert

Mit der Aufmachung mit dem Slogan "Mehr Wert für Alle" wollen sie auch Geschäftsleute für das Thema gewinnen. "Wir wollen deutlich machen, dass sich Geld verdienen lässt mit gutem Gewissen." Sie hoffen, dass das ankommt, doch letztlich lässt sich der Erfolg ihrer Arbeit schwer messen.

Vielleicht noch mit den steigenden Zugriffszahlen auf der Internetseite www.wellstahl.de , die die Agentur für das Dinslakener Unternehmen Hamco kreiert hat. Da können die Besucher virtuell durch einen geplanten Biathlon-Skitunnel im sibirischen Khanty-Manslysk sausen. Ein ungewöhnliches Projekt, doch gerade das ist es, was Hingst und Arndt an ihrem Job fasziniert: "Es ist die Vielfalt, die uns begeistert." kiwi

www.gestaltmanufaktur.de

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