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Bilder aus dem alten Ostwallviertel

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Einer der angesagtesten Läden des Ostwallviertels war die "Passage". Sie entstand Ende der 1980er durch den Zusammenschluss des "Kaiser Franz" mit der "Kneipe  ohne Namen". Der Clou: Sie hatte zwei Ausgänge, verband den Ostwall mit der Junggesellengasse. Die beiden Vorgängerkneipen hatten sich schon zuvor die Küche geteilt, jetzt zog sich der Laden, den auch so mancher BVB-Profi gerne besuchte, wie ein Schlauch durch den Häuserblock.
Einer der angesagtesten Läden des Ostwallviertels war die "Passage". Sie entstand Ende der 1980er durch den Zusammenschluss des "Kaiser Franz" mit der "Kneipe ohne Namen". Der Clou: Sie hatte zwei Ausgänge, verband den Ostwall mit der Junggesellengasse. Die beiden Vorgängerkneipen hatten sich schon zuvor die Küche geteilt, jetzt zog sich der Laden, den auch so mancher BVB-Profi gerne besuchte, wie ein Schlauch durch den Häuserblock.

Repro: Tilman Abegg

Das Ostwallfest war eine Institution im Festkalender der Stadt. Auf mehreren Bühnen gab es Livemusik und anderes Programm.
Das Ostwallfest war eine Institution im Festkalender der Stadt. Auf mehreren Bühnen gab es Livemusik und anderes Programm.

Foto: Dieter Menne

Die Kneipen des Ostwallviertels waren häufig so voll, dass sich vor den Türen Menschentrauben bildeten - etwa hier vor der Passage.
Die Kneipen des Ostwallviertels waren häufig so voll, dass sich vor den Türen Menschentrauben bildeten - etwa hier vor der Passage.

Noch ein bekannter Ostwall-Wirt: Aman Gülekoglu wurde "der Österreicher" genannt, war aber in Wirklichkeit Armenier. Hintergrund: Eine Verballhornung seines Nachnamens in "Kogler". Gülekoglu hatte während seiner Ostwall-Zeit mehrere Kneipen, etwa das Miljöh, den "Kaiser Franz" und das "Schwarze Schaf".
Noch ein bekannter Ostwall-Wirt: Aman Gülekoglu wurde "der Österreicher" genannt, war aber in Wirklichkeit Armenier. Hintergrund: Eine Verballhornung seines Nachnamens in "Kogler". Gülekoglu hatte während seiner Ostwall-Zeit mehrere Kneipen, etwa das Miljöh, den "Kaiser Franz" und das "Schwarze Schaf".

Repro: Tilman Abegg

"Der Friseur aus dem Elsass" - unter diesem Spitznamen war Patrick Stemmelen am Ostwall bekannt. Der französische Wirt betrieb die "Brasserie Flo" und das "La Coupole" - und organisierte auch das Ostwallfest mit.
"Der Friseur aus dem Elsass" - unter diesem Spitznamen war Patrick Stemmelen am Ostwall bekannt. Der französische Wirt betrieb die "Brasserie Flo" und das "La Coupole" - und organisierte auch das Ostwallfest mit.

Repro: Tilman Abegg

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Das Ostwallfest war Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre Dortmunds größtes Straßenfest. Bis zu 100.000 Besucher strömten am ersten August-Wochenende durch die Straße und pendelten zwischen den Bühnen und den Kneipen.
Das Ostwallfest war Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre Dortmunds größtes Straßenfest. Bis zu 100.000 Besucher strömten am ersten August-Wochenende durch die Straße und pendelten zwischen den Bühnen und den Kneipen.

Repro: Tilman Abegg

Falscher Bayer: Der "Paulaner-Jürgen", wie der Wirt des "Paulaners" wenig originbell genannt wurde, trug mit Vorliebe Lederhosen und seinen Trachtenhut. Er lebte das bayerische Konzept seiner Kneipe, erinnert sich Ostwall-Experte Thomas Gehrmann: "Er trank bevorzugt Obstler und Enzian."
Falscher Bayer: Der "Paulaner-Jürgen", wie der Wirt des "Paulaners" wenig originbell genannt wurde, trug mit Vorliebe Lederhosen und seinen Trachtenhut. Er lebte das bayerische Konzept seiner Kneipe, erinnert sich Ostwall-Experte Thomas Gehrmann: "Er trank bevorzugt Obstler und Enzian."

Repro: Tilman Abegg

Journalist Heiko Wasser, heute Formel-1-Kommentator bei RTL, brachte in den 1980ern die Szene-Zeitung "Nacht-Zähne" heraus. „Ich kannte jeden DJ, jede Kellnerin und jeden Wirt des Viertels“, sagt er.
Journalist Heiko Wasser, heute Formel-1-Kommentator bei RTL, brachte in den 1980ern die Szene-Zeitung "Nacht-Zähne" heraus. „Ich kannte jeden DJ, jede Kellnerin und jeden Wirt des Viertels“, sagt er.

Das "New Yorker" lag am Rand des Ostwallviertels, am Schwanenwall. An dem lederbezogenen Tresen saßen unter anderem Frederic von Anhalt und Roy Black.
Das "New Yorker" lag am Rand des Ostwallviertels, am Schwanenwall. An dem lederbezogenen Tresen saßen unter anderem Frederic von Anhalt und Roy Black.

Dagmar Schnecke-Bend - hier vor dem "New Yorker" Anfang der 1980er-Jahre, betrieb den Laden zusammen mit ihrem damaligen Mann.
Dagmar Schnecke-Bend - hier vor dem "New Yorker" Anfang der 1980er-Jahre, betrieb den Laden zusammen mit ihrem damaligen Mann.

Repro: Thomas Thiel.

Der Höhepunkt im Partyjahr am Ostwall war Karneval. Nach dem Rosenmontagsumzug feierten die Jecken im Kneipenviertel weiter - auch in Dagmar Schnecke-Bends "New Yorker".
Der Höhepunkt im Partyjahr am Ostwall war Karneval. Nach dem Rosenmontagsumzug feierten die Jecken im Kneipenviertel weiter - auch in Dagmar Schnecke-Bends "New Yorker".

Repro: Thomas Thiel

Der "New Yorker" lag am Rande des Ostwallviertels, am Schwanenwall.
Der "New Yorker" lag am Rande des Ostwallviertels, am Schwanenwall.

Über dreißig Jahre später: Dagmar Schnecke-Bend, Ex-Betreiberin des "New Yorker", vor ihrem alten Laden, der jetzt "Capone" heißt.
Über dreißig Jahre später: Dagmar Schnecke-Bend, Ex-Betreiberin des "New Yorker", vor ihrem alten Laden, der jetzt "Capone" heißt.

Dieter Menne Dortmund

Der Höhepunkt im Partyjahr am Ostwall war Karneval. Nach dem Rosenmontagsumzug feierten die Jecken im Kneipenviertel weiter.
Der Höhepunkt im Partyjahr am Ostwall war Karneval. Nach dem Rosenmontagsumzug feierten die Jecken im Kneipenviertel weiter.

Repro: Thomas Thiel

Zum Ostwallfest gab es immer reichlich Programm, hier vor der "Brasserie Flo" an der Olpe.
Zum Ostwallfest gab es immer reichlich Programm, hier vor der "Brasserie Flo" an der Olpe.

Tür an Tür lagen die Kneipen 1989 am Ostwall. Thomas Gehrmann zeichnete diesen Lage-Plan des Herzens des Ausgehviertels für das Magazin „Nacht-Zähne“. Nicht fehlen durfte der Zeitungsbote, der die Abendausgabe der Ruhr Nachrichten verteilte und Kultstatus in den Kneipen genoss.
Tür an Tür lagen die Kneipen 1989 am Ostwall. Thomas Gehrmann zeichnete diesen Lage-Plan des Herzens des Ausgehviertels für das Magazin „Nacht-Zähne“. Nicht fehlen durfte der Zeitungsbote, der die Abendausgabe der Ruhr Nachrichten verteilte und Kultstatus in den Kneipen genoss.

Repro: Tilman Abegg

"Schaf - Schafe - am schärfsten": So warb das "Schwarze Schaf" für sich. Geschäftsführer Thomas Gehrmann beschreibt seinen Laden rückblickend so: "Es war eine ziemlich rustikale Nahkampf-Diele, eine Abschlepp-Bude."
"Schaf - Schafe - am schärfsten": So warb das "Schwarze Schaf" für sich. Geschäftsführer Thomas Gehrmann beschreibt seinen Laden rückblickend so: "Es war eine ziemlich rustikale Nahkampf-Diele, eine Abschlepp-Bude."

Repro: Tilman Abegg

Beim Ostwallfest gab es an der Olpe kein Durchkommen mehr.
Beim Ostwallfest gab es an der Olpe kein Durchkommen mehr.

Repro: Tilman Abegg

Das "Schwarze Schaf" heißt heute "Khou Khjj" und ist ein Fitness-Studio. Antonio Fraile-Vinuelas, genannt Toni, kellnerte von 1986-89 im "Schaf".
Das "Schwarze Schaf" heißt heute "Khou Khjj" und ist ein Fitness-Studio. Antonio Fraile-Vinuelas, genannt Toni, kellnerte von 1986-89 im "Schaf".

Dieter Menne Dortmund

Ein Bild aus der Endzeit des Ostwallviertels: Norbert Böckenkamp versuchte bis zuletzt, das Kneipenviertel am Laufen zu halten, etwa als Betreiber der "Neuen Galerie" oder des "Come In" - erfolglos.
Ein Bild aus der Endzeit des Ostwallviertels: Norbert Böckenkamp versuchte bis zuletzt, das Kneipenviertel am Laufen zu halten, etwa als Betreiber der "Neuen Galerie" oder des "Come In" - erfolglos.

Foto: Dieter Menne

Einer der angesagtesten Läden des Ostwallviertels war die "Passage". Sie entstand Ende der 1980er durch den Zusammenschluss des "Kaiser Franz" mit der "Kneipe  ohne Namen". Der Clou: Sie hatte zwei Ausgänge, verband den Ostwall mit der Junggesellengasse. Die beiden Vorgängerkneipen hatten sich schon zuvor die Küche geteilt, jetzt zog sich der Laden, den auch so mancher BVB-Profi gerne besuchte, wie ein Schlauch durch den Häuserblock.
Das Ostwallfest war eine Institution im Festkalender der Stadt. Auf mehreren Bühnen gab es Livemusik und anderes Programm.
Die Kneipen des Ostwallviertels waren häufig so voll, dass sich vor den Türen Menschentrauben bildeten - etwa hier vor der Passage.
Noch ein bekannter Ostwall-Wirt: Aman Gülekoglu wurde "der Österreicher" genannt, war aber in Wirklichkeit Armenier. Hintergrund: Eine Verballhornung seines Nachnamens in "Kogler". Gülekoglu hatte während seiner Ostwall-Zeit mehrere Kneipen, etwa das Miljöh, den "Kaiser Franz" und das "Schwarze Schaf".
"Der Friseur aus dem Elsass" - unter diesem Spitznamen war Patrick Stemmelen am Ostwall bekannt. Der französische Wirt betrieb die "Brasserie Flo" und das "La Coupole" - und organisierte auch das Ostwallfest mit.
Das Ostwallfest war Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre Dortmunds größtes Straßenfest. Bis zu 100.000 Besucher strömten am ersten August-Wochenende durch die Straße und pendelten zwischen den Bühnen und den Kneipen.
Falscher Bayer: Der "Paulaner-Jürgen", wie der Wirt des "Paulaners" wenig originbell genannt wurde, trug mit Vorliebe Lederhosen und seinen Trachtenhut. Er lebte das bayerische Konzept seiner Kneipe, erinnert sich Ostwall-Experte Thomas Gehrmann: "Er trank bevorzugt Obstler und Enzian."
Journalist Heiko Wasser, heute Formel-1-Kommentator bei RTL, brachte in den 1980ern die Szene-Zeitung "Nacht-Zähne" heraus. „Ich kannte jeden DJ, jede Kellnerin und jeden Wirt des Viertels“, sagt er.
Das "New Yorker" lag am Rand des Ostwallviertels, am Schwanenwall. An dem lederbezogenen Tresen saßen unter anderem Frederic von Anhalt und Roy Black.
Dagmar Schnecke-Bend - hier vor dem "New Yorker" Anfang der 1980er-Jahre, betrieb den Laden zusammen mit ihrem damaligen Mann.
Der Höhepunkt im Partyjahr am Ostwall war Karneval. Nach dem Rosenmontagsumzug feierten die Jecken im Kneipenviertel weiter - auch in Dagmar Schnecke-Bends "New Yorker".
Der "New Yorker" lag am Rande des Ostwallviertels, am Schwanenwall.
Über dreißig Jahre später: Dagmar Schnecke-Bend, Ex-Betreiberin des "New Yorker", vor ihrem alten Laden, der jetzt "Capone" heißt.
Der Höhepunkt im Partyjahr am Ostwall war Karneval. Nach dem Rosenmontagsumzug feierten die Jecken im Kneipenviertel weiter.
Zum Ostwallfest gab es immer reichlich Programm, hier vor der "Brasserie Flo" an der Olpe.
Tür an Tür lagen die Kneipen 1989 am Ostwall. Thomas Gehrmann zeichnete diesen Lage-Plan des Herzens des Ausgehviertels für das Magazin „Nacht-Zähne“. Nicht fehlen durfte der Zeitungsbote, der die Abendausgabe der Ruhr Nachrichten verteilte und Kultstatus in den Kneipen genoss.
"Schaf - Schafe - am schärfsten": So warb das "Schwarze Schaf" für sich. Geschäftsführer Thomas Gehrmann beschreibt seinen Laden rückblickend so: "Es war eine ziemlich rustikale Nahkampf-Diele, eine Abschlepp-Bude."
Beim Ostwallfest gab es an der Olpe kein Durchkommen mehr.
Das "Schwarze Schaf" heißt heute "Khou Khjj" und ist ein Fitness-Studio. Antonio Fraile-Vinuelas, genannt Toni, kellnerte von 1986-89 im "Schaf".
Ein Bild aus der Endzeit des Ostwallviertels: Norbert Böckenkamp versuchte bis zuletzt, das Kneipenviertel am Laufen zu halten, etwa als Betreiber der "Neuen Galerie" oder des "Come In" - erfolglos.