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Bei jedem Heimspiel dabei

Hunderttausende säumen jubelnd die Straßen Dortmunds, als Willi Burgsmüller und seine Mannschaftskollegen vom BVB auf offenen Brauereilastern durch die Stadt fahren. Zum zweiten Mal in Folge haben sie die Meisterschaft für sich entschieden.

Genau 50 Jahre ist es am vergangenen Samstag her gewesen, dass der BVB seine Doppelmeisterschaft feiern durfte. Mit derselben Besetzung wie 1956 gegen den Karlsruher SC (4:2) ist auch 1957 der Sieg geglückt (4:1 gegen den HSV). Das ist danach keinem Club mehr gelungen.

«Die Dortmunder haben uns richtig gefeiert», erinnert sich Verteidiger Burgsmüller (75), und seine Augen leuchten. Mit dem damaligen Torjäger Alfred Niepieklo (80), Torwart Heinrich Kwiatkowski (80) und Helmut Bracht (78), genannt «Jockel», lässt er sich am Samstag vom BVB-Präsidenten Dr. Reinhard Rauball im Haus Overkamp noch einmal rühmen. «Die meisten der Elf von damals sind leider bereits verstorben», bedauert Burgsmüller. Er selbst fühlt sich noch fit und fiebert mit dem Ältestenrat noch immer mit dem BVB mit. «Zu jedem Heimspiel sind wir da!»

Auch seine Frau Bruni, die schon seit über 53 Jahren an seiner Seite weilt, darf beim Jubiläum nicht fehlen. 1957 sah das noch ganz anders aus. Der damalige Vorstand wollte die mit der Bundesbahn heimreisenden Sieger lieber ohne ihre bessern Hälften bejubeln lassen. Doch die Spieler kamen dem Plan auf die Schliche und gesellten sich zu ihren Damen, die im hinteren Zugteil unauffällig abgehängt werden sollten.

«Die Frauen haben schließlich auch Teil am Erfolg», gibt Fritz Lünschermann (51) im Nachhinein zu bedenken. Er sorgt seit 20 Jahren öffentlichkeitswirksam unter anderem dafür, dass die Altmeister nicht in Vergessenheit geraten. Und er erinnert sich noch daran, wie die Spieler seinerzeit immer mit der Straßenbahn zum Spiel fuhren. Burgsmüller schmunzelt. «Da haben dir die Fans auf der Heimfahrt gleich die Meinung gesagt.» nic

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