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Ballett tanzt in China

Beim Deutschen Kulturjahr, das 2008/09 in China gefeiert wird, wird auch das Ballett von Xin Peng Wang dabei sein. Augenblicklich werden Verhandlungen darüber geführt, die Produktion «Rote Laterne» mit dem chinesischen Nationalballett nach Dortmund zu holen und Wangs Compagnie in China tanzen zu lassen.

Der Ballettchef, der seit drei Spielzeiten in Dortmund ist, bescherte den Theaterbesuchern außer den eigenen interessanten Choreographien schon manche tänzerische Besonderheit und Überraschung - so die Auftritte internationaler Compagnien und Solisten bei den Gala-Abenden. Auf die China-Gastspiele ist man besonders gespannt, denn mit China und Tanz verbindet man hierzulande eher vage Vorstellungen von Folklore.

Peking-Oper

Sie spiele tatsächlich eine große Rolle bestätigt Xin Peng Wang, der aus Dalian in China stammt und an der Peking Dance Academy und der Folkwang-Hochschule Essen studierte. «Zeitgenössischer chinesischer Tanz geht schon in Richtung traditionelle Peking-Oper, erzählt aus der Geschichte Chinas, verbindet sie aber mit den Mitteln des klassischen europäischen Tanzes», beschreibt er.

Nachdem eine erfolgreiche Saison zu Ende geht, zum Abschluss noch die Tanzabende «Raum X» im Harenberg-Haus brachte, freuen sich das Ballett-Team und sicherlich auch das Publikum auf eine interessante neue Spielzeit. Sie startet am 29./30. September mit einer Doppel-Gala, bei der auch Solisten der Berliner Staatsoper unter den Linden auftreten werden. Für den 18. November wird ein bilaterales Projekt mit den besten tschechischen und slowakischen Tänzern vorbereitet, das eine Brücke nach Tschechien bauen will.

Im festen eigenen Spielplan wird u.a. «Romeo und Julia» und als Wiederaufnahme «Schwanensee» stehen. Besonders froh sind Wang und sein Assistent Tobias Ehinger, dass es gelungen ist, eine Choreographie von George Balanchine (1904-1983) aufführen zu dürfen: Es ist «Who cares» (Wen kümmert`s?) Bekanntlich erhalten nur wenige ausgewählte Compagnien das Aufführungsrecht für Balanchines Werke.

Auch die Ballettakademie wird weitergeführt. Von den neun Elevinnen dieser Saison haben alle ein Engagement - Natalie Fernandez an das Königlich-schwedische Ballett in Stockholm, Claire Voss zu Heinz Spoeri nach Zürich. In der nächsten Saison gibt es ein Novum bei der Ballettakademie: Erstmals sind unter den neun Eleven auch zwei Männer. S.K.

Karten für die Gala-Abende am 29. und 30.9. kann man sich schon jetzt sichern unter Tel. 50-27222.

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