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Aus dem Netz an den Spieltisch

Ein leichter Hauch von James Bond wehte am Sonntag Nachmittag im Flughafen. Schuld waren allerdings weder gerührte Martinis, noch britische Sportwagen mit fantastischer Sonderausstattung, sondern ein Pokerturnier.

An zehn Tischen mit je zehn Plätzen spielten die Teilnehmer des Everest Poker European Cup «Texas Hold'em» - genau wie der Spion in seinem letzten Kino-Abenteuer.

Anders als im Film ging es im Konferenzraum des BellaVista jedoch nicht direkt ums große Geld, sondern erstmal um die Qualifikation für das große Finale an der Algarve. Dort winken 100 000 Euro, die unter 200 Spielern aus Europa ausgespielt werden.

Viele der fast ausschließlich männlichen Teilnehmer kannten Poker bislang hauptsächlich aus dem Internet. Ausgestattet mit Schirmmützen und Sonnenbrillen machten manche zum ersten Mal ihre Einsätze mit echten Chips an einem echten Tisch.

Ein großer Unterschied, wie Olaf Schimpf, Pressesprecher von Everest Poker, erklärte. «Im Internet ist alles viel mathematischer. Hier habe ich als Spieler viel mehr 'tells'.» Ganz im englischen Jargon des Pokers zuhause, meinte er damit die verräterischen Zeichen im Verhalten anderer Spieler. In Nordrhein-Westfalen werde aber relativ viel «live» gespielt, so dass ein hohes Spielniveau zu erwarten sei.

Bereits um viertel vor Vier, eine halbe Stunde nach Start, wurden die ersten Plätze frei, es hieß «seat open» an Tisch eins und drei. Erst, wenn nur noch die zwei glücklichen Finalteilnehmer aus den ursprünglichen 100 Spielern Chips haben, ist das Turnier entschieden. Mit einem Ende gegen 21 oder 22 Uhr rechnete Schimpf.

Ein wahrer Marathon also, dem sich wohl nur Vollblutspieler stellen. Doch zu einem solchen wird man schnell, glaubt man den Spielern. «Wenn man einmal von der Faszination ergriffen ist, lässt sie einen nicht so schnell wieder los», beschrieb es Markus Schwabe vom Internetforum Pokerinstitut. «Man lernt das einfache Spiel in wenigen Tagen und feilt ein Leben lang an seiner Perfektion.» SEN

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