Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Auf gute Nachbarschaft

Hörde Gute harmonische Nachbarschaft pflegen der Kindergarten «Zum guten Hirten» und das Friederike-Fliedner-Haus für psychisch Kranke an der Nortkirchenstraße. Ein Beispiel auch für das geplante Wohnheim für psychisch Kranke in Wellinghofen?

«Ich komm gern hierher. Hier gibt es sogar bunte Nudeln», strahlt der fünfjährige Darius auf dem Weg zum benachbarten Friederike-Fliedner Haus. Zweimal pro Woche geht er mit 10 bis 20 Kindergartenkindern zum Mittagessen nach nebenan.

«Nach einem Informationsabend unserer Ökotrophologen hat der Kindergarten angefragt, ob wir sie mit frisch gekochtem Essen verköstigen», erinnert sich Petra York-Malekrah, Einrichtungsleiterin des Friederike-Fliedner-Hauses, an die Anfänge der engen Beziehung vor vier Jahren. Gab es Vorbehalte? «Im Gegenteil», sagt Kindergartenleiterin Gabriele Tietz. «Es ist ein Gewinn für Kinder, Verständnis für Menschen zu entwickeln, die Probleme haben. Außerdem haben Kinder die geringsten Vorbehalte, gehen ganz natürlich auch mit kranken Menschen um.»

Eine Erfahrung, auf die auch Norbert Reil setzt, Leiter des Wohnheimes für psychisch Kranke, dessen geplanter Umzug vom Holzer Weg nach Wellinghofen für heftige Diskussionen unter Nachbarn und Eltern des benachbarten Kindergartens sorgt (wir berichteten).

«Vorbehalte gegen unsere Einrichtung begründen sich oft mit vielen Unsicherheit, weil viele nicht wissen, auf was sie sich bei Menschen mit psychischen Störungen einstellen müssen», zeigt er Verständnis für die Sorgen. Doch gleichzeitig ist er sicher: «Ein Jugendtreff um die Ecke birgt mehr Risiken als unser Heim, in dem 25 Kranke von 20 Mitarbeitern betreut werden.

Integration

Ziel seiner Einrichtung, die seit zehn Jahren ohne Ressentiments am Holzer Weg angesiedelt ist und vorher in guter Nachbarschaft gegenüber der Stiftskirche gelebt habe, sei es, dauerhaft Beeinträchtigten bei der Bewältigung des Alltags zu helfen. Deshalb sei eine Integration ins Stadtleben grundlegend.

«Die Kinder sind die, die das Eis brechen und die Bewohner sogar motivieren können, alle Ressourcen zusammenzunehmen, statt sich in ihre Ängste zurückzuziehen», hofft er auf einen Nutzeffekt, den seine Klientel aus der Nähe zu Kindern zieht.

Vielleicht gelingt ja auch eine Kooperation nach Hörder Vorbild, von der beide Seiten profitieren? het

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Dortmund Weniger Unfälle im Stadtgebiet als im Vorjahr, dafür machen die Autobahnen Sorgen. Die Polizei findet im aktuellen Verkehrsbericht Licht und Schatten. Eine wichtige Schattenseite: Die Zahl der verletzten Jugendlichen ist stark gestiegen.mehr...

DORTMUND Die Bulldogge Emma wurde in Dortmund verletzt ausgesetzt, nachdem sie eine Odyssee durch süddeutsche Tierkliniken erlebte. Obwohl die Halterin 3000 Euro von der Versicherung kam, wurde Emma aber nicht operiert. Hinter der Verletzung verbirgt sich ein böser Verdacht.mehr...

Westrich Schock für die Westricher „Spielmäuse“: Als die Kinder am Freitagmorgen in den elterngeführten Kindergarten kamen, fanden sie eine verwüstete Einrichtung vor. Ein Einbrecher hat rund 3500 Euro Sachschaden angerichtet. Etwas Gutes hatte die Sache für die Kinder. mehr...