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Attacke auf «Paparazzo»

Kiosk-Betreiber zertrümmert Kamera: Amtsgericht verhängt 400 Euro Geldstrafe

Für zehn Cent von Nr. 21, für zehn Cent von Nr. 17, für zehn Cent... Fast jeder liebt sie, die berühmte gemischte Tüte von der Bude. Überall an Kiosken gibt es jede Menge verschiedener Leckereien. Doch manchmal können gemischte Waren eben auch Ärger machen. Was war geschehen? Eigentlich hatte sich ein Kioskbetreiber in Brackel per Exklusiv-Vertrag verpflichtet, bestimmte Waren ausschließlich aus dem Sortiment eines Herstellers anzubieten. Was interessiert mich dieser Vertrag, dachte sich offenbar der Inhaber des Kiosks und bot seiner Kundschaft daneben auch Waren anderer Lieferanten an. Ganz nach dem Motto: Wird schon niemand merken. Pustekuchen! Der betroffene Hersteller roch irgendwann Lunte und witterte Vertragsbruch. Mehrfach forderte er den Kioskbetreiber auf, sich an die Vereinbarung zu halten. Doch ohne Erfolg. Im Oktober vergangenen Jahres eskalierte die Situation dann schließlich. Ein Mitarbeiter des Herstellers hatte sich am frühen Abend mit einer Filmkamera «bewaffnet» vor dem Kiosk postiert. Sein Ziel: Das Dokumentieren des Vertragsbruchs durch Filmen einer «fremden» Warenlieferung, die just in diesem Augenblick stattfinden sollte. Als ein Mitarbeiter des Kiosks den Hersteller-«Paparazzo» auf der Straße entdeckte, rastete er völlig aus. Der Mann stürmte auf die Straße, ging auf den Filmenden los und zerstörte dessen Kamera. Schaden: exakt 408 Euro. Gestern erhielt der Randalierer dafür vor Gericht die Quittung. Richter Gerhard Breuer verurteilte ihn wegen Sachbeschädigung zu 400 Euro Geldstrafe. wvb

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