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Anwohner-Protest gegen Wohnheim bleibt bestehen

Wellinghofen Der Anwohner-Protest gegen den Bau eines Wohnheims für psychisch Behinderte in Wellinghofen hat sich festgesetzt. Nachbarn der Wellinghofer Amtsstraße lehnen das Projekt des Landschaftsverbandes entschieden ab.

Ihren Protest gegen den Bau eines Hauses für drei Wohngruppen mit acht Plätzen begründeten Anwohner am Donnerstag in einer von der Stadt einberufenen Einwohnerversammlung mit dem von der stark befahrenen "Holtbrügge" ausgehenden Verkehrslärm. Dabei erinnerten sich Nachbarn u. a. an die hohen Lärmschutzauflagen, die ihnen auferlegt wurden, als sie ihre Häuser bauten. Wenn an gleicher Stelle nun psychisch Behinderte dem Lärm ausgesetzt würden, sei dies gerade diesen Menschen gegenüber unverantwortlich.

Lärmschutz

Eine Mitarbeiterin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) entgegnete, dass der Investor - der Hörder Bauunternehmer Freundlieb - sehr wohl den Lärmschutz berücksichtige. Auch die zurzeit in einem maroden Heim in Aplerbeck untergebrachten Bewohner wollen den Umzug nach Wellinghofen. Für das Wohl der 24 Bewohner werde selbstverständlich gesorgt, so Marlies Preising in der zwar ruhig, aber auch emotional geführten Diskussion.

Skepsis

Teilweise schürte Unrechtsempfinden die Skepsis der Kritiker. So beklagte eine Anwohnerin, dass ihr Antrag, ein drittes Geschoss aufs Einfamilienhaus zu setzen, abgelehnt worden sei. Jetzt ändere die Stadt "mal eben so" den Bebauungsplan, damit der LWL teilweise dreigeschossig bauen könne.

Die inhaltlichen Bedenken der Anwohner wurden von der Stadt protokolliert. Im ersten oder zweiten Quartal wird die Verwaltung den politischen Gremien einen Beschlussvorschlag unterbreiten und dabei die Kritik berücksichtigen. Das letzte Wort hat der Rat der Stadt. ban Kommentar

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