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"Anne Frank" will endlich Hilfe

DORTMUND Knapp 300 Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule zogen am Mittwoch mit Trillerpfeifen, Schüsseln, Töpfen und Kochlöffeln „bewaffnet“ von der Burgholzstraße Richtung Rathaus. Sie wollten auf die Missstände an ihrer Schule aufmerksam machen.

"Anne Frank" will endlich Hilfe

Hoffentlich nicht viel Lärm um nichts: Lautstark machten gestern diese Mädchen ihrem Unmut Luft.

Sie wollen die Suppe nicht länger auslöffeln, die jahrelanges Hin und Her ihrer Schule eingebrockt hat. Können sie auch gar nicht mehr, denn seit einiger Zeit ist die Mensa der Schule – die ganztags unterrichtet – geschlossen. Nur einer der vielen Missstände, sagen die Elternvertreter und machten gestern mobil: Undichte Fenster, schiefe Böden, vergammeltes Mobiliar, eine defekte Heizung und einsturzgefährdete Dächer sind nur einige Punkte auf der langen Mängelliste. „Würden Sie hier zur Schule gehen?“ steht auf dem Flugblatt, das die Demonstranten gestern vor dem Rathaus verteilten.

Eltern und Schule setzen auf Pläne für eine Übergangslösung für eine provisorische Mensa im Foyer. Die Verwaltung hatte allerdings nach einem Ortstermin Ende September entsprechende Pläne dementiert (RN berichteten). Am Mittwoch im Schulausschuss wurde vieles klar, aber es blieb auch einiges offen: Einstimmig wurden zwar die Anträge aller Fraktionen beschlossen, die allesamt Maßnahmen für die Schule fordern. Das hätte Freude oben auf der vollen Tribüne auslösen können; es blieb aber verhalten, weil ganz konkrete Vorschläge ausblieben.

Mittelfristig sollen Dortmunder Tafel und Studentenwerk für ein Essensangebot sorgen, so Schuldezernentin Waltraud Bonekamp. Sie zog sich den Unmut vieler zu, weil sie betonte, man habe an der Schule „permanent instand gesetzt“. Spätestens 2012, so sagte sie, sei das Gebäude ohnehin nicht mehr als Schule nutzbar, das hätten Berechnungen der Statiker angesichts der Bergschäden ergeben. Das hilft aktuell wenig. Knackpunkt werden die Haushaltsberatungen sein, wenn es darum geht, den gestrigen Bekundungen ein finanzielles Fundament zu geben.

  

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