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Anlaufstelle für Familien

In Dortmund ist die Kooperation der beiden Kindertageseinrichtungen Dürener- und Lünener Straße einmalig: Im Verbund wollen sie zum Familienzentrum werden, hoffen im kommenden Jahr auf das entsprechende Gütesiegel durch das Familienministerium.

Der neue Titel bedeutet auch ein neues Konzept, bei dem nicht länger nur die Kinderbetreuung im Vordergrund steht. Darüber hinaus sollen Familien in Sachen Sprachförderung, Erziehung und Integration jederzeit Rat und Hilfe bekommen.

Gerade die Sprachförderung steht für die beiden Leiterinnen der Kitas, Gabriele Braß und Claudia Libor, im Mittelpunkt ihrer Arbeit. 22 Nationen sind in ihren Gruppen vertreten, 80 Prozent der 245 Kleinen stammen aus Familien mit Migrationshintergrund. Mit dem Sprung zum Familienzentrum soll der Bereich noch mehr Bedeutung bekommen. "Für Mütter wollen wir zum Ende des Jahres einen Alphabetisierungskursus anbieten", sagt Gabriele Braß. 600 Stunden in einem Jahr, vier Tage pro Woche, umfasse der Kursus, der als Integrationskurs anerkannt ist. "Die Mütter haben hier viel weniger Scheu, sich dafür anzumelden, weil ja auch ihre Kinder hier sind", sagt Claudia Libor.

Ein weiterer Ansatzpunkt des Familienzentrums liegt in der umfassenden zeitlichen Betreuung. Zwischen 6 Uhr und 19 Uhr sind die Einrichtungen geöffnet - der zusätzliche Einsatz von Tagesmüttern macht's möglich. So können Mütter Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren. Für die Zukunft planen die Leiterinnen, ihre Einrichtung auch zum Treffpunkt für Mütter und ihre Neugeborenen zu erklären.

Seit dem 1. Oktober steht die Kita an der Lünener Straße auch Kindern mit Behinderungen offen. Fünf von ihnen sind seitdem neu in die Gruppe gekommen. "Die Eltern haben schon festgestellt, dass ihre Kinder eigenständiger geworden sind", freut sich Erzieherin Susanne Overhoff. bel

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