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Altlasten-Duft bis in den Herbst

Industriebrachen bergen manche Überraschungen. Bei Phoenix-West ist es nicht anders. Denn dort sind weit mehr Altlasten im Boden versteckt, als zunächst vermutet. Was Anlieger geruchstechnisch nun noch länger als geplant zu spüren bekommen.

Im vergangenen Jahr war im Auftrag der LEG als Grundstückseigentümerin damit begonnen worden, den Untergrund der früheren Kokerei westlich der Hochöfen abzutragen - mit Rückständen von Teer und Schlacken. Die Ausdünstungen zogen bis in die Vorgärten in Hörde und Hacheney. «Eine Gesundheitsgefährdung besteht aber nicht», versichern Experten.

Allerdings werden die Anwohner ein gutes Jahr länger als zunächst geplant mit dem Gestank leben müssen. Voraussichtlich erst im Herbst dieses Jahres sollen die Arbeiten nun abgeschlossen sein, verkündet Franz Große-Kreul von der LEG als neuen Termin. Der Hintergrund: Die belasteten Böden werden in so genannte Sicherungsbauwerke geschaufelt, die auf dem Phoenix-Gelände angelegt werden, und dort luft- und grundwasserdicht eingeschlossen. Schon Ende Oktober 2006 war das erste Sicherungsbauwerk allerdings voll. Deshalb wurde ein zweites am Nordrand des geplanten «Landschaftskeils» auf dem Ex-Hochofengelände in Angriff genommen, der künftig Teil des Phoenix-Parks wird. Und das muss nun angesichts der weiter gewachsenen Altlasten-Mengen noch einmal erweitert werden.

Bis es hergestellt ist, lagert der ausgehobene Boden unmittelbar neben dem künftigen «Bunker» in einem Zwischenlager, das mit einer Folie abgedichtet ist. Bis Herbst soll das Material dann im zweiten Sicherungsbauwerk verschwinden - bis dahin, so die LEG, sind Geruchsbelästigungen nicht ausgeschlossen. Oli

Einzelheiten zur Flächenherrichtung und Altlastensanierung sowie einen Ausblick auf die Arbeiten in 2007 und 2008 liefert eine Informationsveranstaltung, zu der die LEG am Donnerstag (28. 6.) um 18 Uhr in das ehemaligen Laborgebäude an der Konrad-Adenauer-Allee 10 einlädt.

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