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Adi ist noch nicht am Ball

BV streitet um Straßennamen für Hohenbuschei-Gelände / Sitzung ohne Ergebnis

Im Stile eines strengen Deutschlehrers nahm Ulf Katler (CDU) die SPD-Vorschläge auseinander: Es sei üblich, Straßen nach Verstorbenen zu benennen, und Torwart Heinrich Kwiatkowski, den die SPD in ihrem Antrag auch nenne, lebe ja noch. Problematisch sei auch der von den Sozialdemokraten vorgeschlagene Wolfgang «Sully» Peters. Er sei nach einem Einbruch in ein Sportgeschäft 1963 vom BVB suspendiert worden. Überhaupt habe die SPD wohl etwas den Bezug zur Realität verloren. Wohl durch die Pressekonferenz, bei der Rot-Grün sich im Glanz des BVB gesonnt habe. Für völlig unpassend hielt CDU-Fraktionssprecher Christian Barrenbrügge den SPD-Vorschlag Reinhard Libuda. Nach dem bekannten Schalker, der auch eine Zeitlang für den BVB aktiv war, sei bereits eine Straße zum Stadion in Gelsenkirchen benannt. Eine Reinhard-Libuda-Straße in Dortmund würde doch der «Völkerverständigung» dienen, entgegnete Ulrich Begemann von den Grünen. Dann könne man ja auch später einmal Rudi Assauer berücksichtigen, konterte Katler, «denn er hat auch in Dortmund gespielt». Kopfschütteln löste bei der Union auch die SPD-Idee aus, die Haupterschließungsstraße Hohenbuschei-Allee zu nennen. Die Hohenbuschei GmbH & Co.KG entwickele das Gelände. So würde mit dem Straßennamen Schleichwerbung betrieben, wandte Christian Barrenbrügge ein. Die Union plädierte für Willi-Daume-Allee. Der Dortmunder Sportfunktionär habe als aktiver Sportler an zwei Olympiaden in zwei verschiedenen Disziplinen - als Hand- und als Basketballer - teilgenommen. Willi-Daume-Allee lehnte die SPD ab, er habe schließlich mit seiner Firmenpleite viele Arbeitslose produziert. Bei Wolfgang Peters hätte die Union weiterlesen sollen, argumentierte SPD-Fraktionssprecher Hartmut Monecke, er sei nämlich später in Dortmund ein verdienter Amateurtrainer gewesen. Als «absurd» bezeichnete Rot-Grün die CDU-Gründe gegen Hohenbuschei. Der Namen klinge gut, so Monecke, er habe einen Wiedererkennungswert, und die Firma werde es in einigen Jahren nicht mehr geben. Die SPD zog ihren Antrag zurück, die Union scheiterte bei Stimmengleichheit mit ihrem. Dabei ging unter, dass beide für die Adi-Preißler-Allee sind. Der Rekordtorschütze des BVB mit 168 Treffern «sitzt» also sozusagen weiter auf der Ersatzbank. u.b.

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