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Abtauchen im FluVium

Vor den Fenstern zum ehemaligen Hallenbad der Vincenzheim Ausbildungsstätte drückten sich Brian und seine Freunde seit Tagen die Nasen platt. Sie wollen rein. Rein ins nagelneue «FluVium».

Denn in dem Psychomotorische Förderzentrum lockt eine wunderbare Spiellandschaft: Ein großes Trampolin, eine fest installierte Hüpfburg, Rutschen, Ringe, Kletterwände, verwinkelte Höhlengänge, ein Musikraum mit Trommeln und ein verlockendes Bad aus 1900 Schaumstoffwürfeln in einem großen ausgepolsterten Becken. Ein Barfußweg und ein Sinnes parcours sollen noch dazu kommen.

Gestern wurde das mit 320 000 Euro von der ARD Fernsehlotterie «Ein Platz an der Sonne» und 20 Prozent Eigenanteil finanzierte Zentrum offiziell eröffnet. Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsverzögerung und körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen können in FluVium Freude an Bewegung erfahren, Entwicklungsdefizite ausgleichen und eine altersgemäße Entwicklung unterstützen.

150 Kinder, die meisten davon aus dem Vincenzheim, werden ab sofort einmal wöchentlich das Förderzentrum nutzen. «Es gibt Kinder, die können nicht schaukeln oder einen Ball zuwerfen», sagt Vincenzheim-Sprecherin Rita Gück. Im FluVium können sie es unter motopädischer und psychologischer Anleitung lernen. Und weit mehr als das. Es geht es auch um Sozialkompetenz, Körperwahrnehmung, die Stärkung des Selbstbewusstseins und um Wahrnehmungsfähigkeit. Spannend geht es bei Taschenlampen-Streifzügen durch die Höhlen zu oder beim Sprung in die weiche Würfelgrube. Einen Gegenpol dazu - auch für aggressive Kinder - schafft ein Entspannungsraum mit einem großen einladenden Wasserbett sowie Klang- und Lichteffekten - mindestens ebenso einladend wie das Schaumstoffbad.

Kein Wunder, dass bereits vor der offiziellen Eröffnung viele externe Nutzer Interesse an FluVium zeigten. rie

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