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15-Jährige rettete Mann das Leben

Den zehn kleinen Kindern standen die Tränen in den Augen: «Laura, komm' schnell, da ertrinkt jemand!» Die 15-Jährige zögerte keine Sekunde, rannte los, sprang ins Wasser - und rettete einem 39-jährigen Mann das Leben.

Geschehen gestern um 12.20 Uhr am Grünstreifen An den Teichen in Eving. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der Senegalese, der einen 1-Euro-Job an der Hauptschule Eving haben soll, beim Aufstehen auf einem Holzsteg ausgerutscht und kopfüber in den Teich gefallen. An den Steinen im Wasser zog er sich Kopfverletzungen zu. Schülerin Suzdar Ali (15, Foto) sah, wie «Hassan» (so sein Rufname) plötzlich im Wasser um sich schlug: «Er rief 'Hilfe, ich kann nicht schwimmen' - da habe ich sofort die Polizei angerufen, weil ich auch nicht schwimmen kann.» Gleichzeitig liefen die kleinen Kinder zu den benachbarten Häusern, trafen auf Laura. «Ich wollte mich gerade umziehen, als ich in meinem Zimmer die Schreie gehört habe - ich bin sofort rausgestürmt», berichtet die Schülerin, die die 9. Klasse besucht. Etwa 20 Meter vom Ufer entfernt sah sie den Verunglückten, rannte voll bekleidet ins Wasser und schwamm los. «Erst habe ich ihn kaum gefunden, weil er immer wieder unterging. Suzdars hat mich an die richtige Stelle dirigiert. Irgendwie habe ich ihn ans Ufer gezogen», sagt sie, als sie nach einer halben Stunde umgezogen, aber mit noch immer nassen Haaren an den Unglücksort zurückkehrt. Ihr Vater, Stefan Klöckener der sie begleitet, erschaudert: «Überleg mal, der hätte sie festgehalten und mit unters Wasser gezogen - das war nicht ungefährlich», sagt er zu seiner Frau Nicole.

«Darüber habe ich gar nicht nachgedacht», meint seine Tochter. Ein Polizist unterbricht das Gespräch. «Laura, ein dickes Lob von der Polizei. Das hast du wirklich klasse gemacht». Der 23-jährige Beamte war mit seiner Kollegin (27) mit Blaulicht zum Unfallort gerast - zwei Passanten hatten dem Mädchen schon geholfen, den Verunglückten aufs Trockene Ufer zu ziehen.

«Als wir eintrafen, konnten wir bei dem Verunglückten keine Atmung mehr feststellen - wir haben sofort mit der Reanimierung begonnen», sagt der Polizist. Minuten später übernahmen Rettungssanitäter der Feuerwehr - das Bemühen aller Helfer hatte offenbar Erfolg.

«Er muss zwar stationär im Krankenhaus bleiben, Lebensgefahr besteht derzeit aber nicht mehr», erklärte ein Polizeisprecher.

Andreas Wegener

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