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Ziegen und Zebra-Zähne

Dorsten Rinder und Ratten, Papageien und Zebras, Schweine, Hunde, Katzen oder Schildkröten - in 50 Jahren haben schon alle möglichen Tierchen die Hilfe des Hammer-Clans in Anspruch genommen.

Fritz (80) und Peter Hammer (52), Vater und Sohn, behandeln in ihrer Praxis an der Gladbecker Straße seit einem halben Jahrhundert Vierbeiner und Federvieh aller Art. Mit im Veterinär-Boot sitzt auch Peter Hammers Frau Jutta (50), natürlich ebenfalls Tierärztin.

Gegründet wurde die Praxis von Familienoberhaupt Fritz im Jahre 1957. Streng genommen konnte der Vollblut-Veterinär die Tierambulanz von seinem Vorgänger Dr. Tüshaus übernehmen. Der war tragischerweise mitten bei der Entbindung eines Kalbs an einem Herzinfarkt gestorben. Für den jungen Tierarzt bedeutete das in den späten 50-er Jahren viel, viel Arbeit, denn: Kleintierhaltung war damals noch gar nicht in Mode, Hammer kümmerte sich in erster Linie um Großtiere wie Rinder, Ziegen und Schweine. «Früher war die körperliche Arbeit härter», weiß Fritz Hammer. Kein Wunder, hatte der Selfmade-Man damals nur Unterstützung von seiner Frau, Angestellte gab es nicht. Dennoch, Veterinär war Hammers Traumberuf: «Schon als Junge wollte ich Tierarzt werden.»

Ähnlich muss es wohl auch Sohnemann Peter ergangen sein; 1984 kam der Nachwuchs-Veterinär frisch von der Uni und stieg sofort in Vaters Praxis ein. «Ich hab das ja auch von klein auf mitbekommen», erklärt er schmunzelnd seine Zielstrebigkeit.

Heute sind die Aufgaben in der Praxis klar verteilt: Während Peter Hammer - ganz wie der Vater - die Großtiere versorgt, widmet sich seine Frau Jutta seit 1987 den Kleintieren. Auch Fritz Hammer springt immer wieder ein - mit seinen 80 Jahren hat er erst kürzlich einer junge Kollegin bei der komplizierten Entbindung eines Kalbs geholfen. Die junge Frau war einfach etwas zu schwach.

Peter Hammer hat dagegen schon mit einem wild gewordenen Zebra im Gelsenkirchener Zoo gekämpft: Nach einer Entbindung unter Narkose hat der Arzt die Wirkung des Gegenmittels genauso unterschätzt wie das Temperament des Zebras. Gebissen wurde er zum Glück nicht, den Zebra-Zähnen entging er knapp. Na dann: Prost, auf die nächsten 50 Jahre! ah

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