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Vom Dorfpolizisten zum König

Gahlen Die 21 Salutschüsse, die Heinrich Stappert und Hubert Rüther vom Böllerclub Hardinghausen Samstagabend um 19.32 Uhr durchs Lippedorf erschallen ließen, galten Uwe Schwenzfeier. Er war soeben neuer König des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Gahlen geworden.

Vorstandsmitglied und Zahlmeister Uwe Schwenzfeier war nicht nur am Mittwoch mit von der Partie, als unter musikalischer Begleitung des Tambourkorps Bricht das Dorf mit grün-weißen Fähnenchengirlanden geschmückt wurde. Viel Spaß gab`s am Donnerstag, als die Feldwebel bei Ihm die eingesammelten Schützenbeiträge ablieferten.

Samstag eröffnete der letztjährige König Sven Nuycken das vom Schießmeister Udo Kleinespel geleitete Schießen mit der Armbrust. Ins vierte Stechen gelangten nur noch Philipp Schult-Heitkamp, Alfred Wischerhoff, Detlef Vengels, Wilhelm Hemmert-Pottmann, Friedhelm Eickelschulte, Uwe Schwenzfeier und Manuel Lindner.

Fünftes Stechen

Im fünften Stechen nahte das jähe Ende des Schießens. Alfred Wischerhoff legte zwei Ringe vor. «Schieß doch wenigstens eine Eins», befahl Oberst Gerhard Becks dem Schützen Friedhelm Eickelschulte nach dessen doppelter «Fahrkarte».

Eickelschulte nahm`s wörtlich. Mit verschränkten Armen schaute sich der 48-jährige Hauptkommissar Uwe Schwenzfeier das «Spiel» seiner Vorgänger an, schritt ruhig zur Armbrust und hörte vielleicht noch nicht einmal den Zuruf eines Schützen «wenn du jetzt triffst, bist du mehr als der Polizeipräsident».

Eine Elf zeigte wenig später das Team aus der Deckung heraus an: Uwe Schwenzfeier war neuer König und verhalf damit zugleich der ersten Kompanie zum fünften König im dritten nachchristlichen Jahrtausend.

Friedhelm Schwenzfeier ließ seinen Tränen freien Lauf, als er den Sohn umarmte. Er selbst regierte zweimal das Gahlener Schützenvolk, 1967 mit Hannelore Rademacher und 1978 mit Renate Nuycken. Die Mutter des neuen Königs, Inge Schwenzfeier, bestieg 1971 mit Fritz Scholt den Thron. Großvater Heinrich Walbrodt (»Klein-Hein») war vor 35 Jahren König.

Festball

Den neuen König kennen viele Schermbecker als Schutzpolizisten in ihrem Wohnort. Unzählige Male hat Uwe Schwenzfeier den Verkehrsfluss geregelt, wenn irgendwo im Gemeindegebiet ein neues Königspaar auf den Straßen Vorrang hatte. Diesmal durfte er dem Kollegen von der Königskutsche aus zuwinken.

Beim abendlichen Festball, der erstmals von der «Jet Five Band» musikalisch angeheizt wurde, genossen die letztjährigen Majestäten Sven Nuycken/Sabrina Kleinsteinberg und deren Hofpaare Georg Jansen/Wiebke Jansen und Björn Schürmann/ Janet Pannebecker zum letzten Male das Bad in der Menge fröhlicher Untertanen. H.Sch.

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