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Unterricht im Freien durchlüftet Hirn und stählt Muskeln

Wulfen-Barkenberg Ländliche Idylle in Perfektion: Das unermüdliche Quaken der Frösche im Tümpel wird nur vom Hahnenschrei übertönt, das sanfte Rauschen des Windes streift durch die saftig-grüne Wiese...

Wer jetzt glaubt, das klingt doch stark nach Urlaub, irrt gewaltig: So naturnah dürfen ab demnächst die Schüler der Gesamtschule pauken. Im «grünen Klassenzimmer» steht dann erstmal Biologie auf der Agenda. Liegt nahe, schließlich kann man «am lebenden Objekt» besonders gut lernen, so Direktor Johannes Kratz. Sind die Schülerköpfe von der frischen Brise erst einmal durchgelüftet, können die Lehrer dann auch gleich mit Mathe, Englisch und Co. weitermachen. Gebaut wurde das Freiluft-Klassenzimmer im Schulgarten von Schülern der Garten-AG und der Klasse 6.2. Selbstverständlich war Michael Nölke, Integrationslehrer und Initiator des Projektes, immer dabei. Die fleißigen Handwerker wurden durch Sachspenden eines Dorstener Garten- und Landschaftsbauer in ihren Aktivitäten unterstützt. Über den Einsatz seiner Schüler, ohne die das Outdoor-Klassenzimmer nicht entstanden wäre, freut sich Lehrer Nölke sehr: «Es blüht, wächst und gedeiht hier. Der grüne Klassenraum gibt der Schule neuen Anschwung.» Allerdings war der Bau nicht ohne Tücken. Ein Jahr lang hat das Projektteam, zu dem auch zwei Zivis gehören, Erde ausgehoben, eine Schotterschicht, Rüttelplatten und ein schickes «Fußboden-Muster» verlegt.

Freude bei Schülern

Doch die Schüler sehen ihre Muskelkraft gut investiert: «Jetzt können wir Naturwissenschaftsunterricht draußen haben», freut sich der 13-jährige Sebastian. Einen Haken hat das idyllische Freiluft-Refugium: Bei Regen, Wind und Kälte könnte der Unterricht im Freien durchaus ungemütlich werden... ah

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