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Olympischen Spiele

U-Bahn-Station wird nach Carsten Fischer benannt

DORSTEN Der Hockey-Legende Carsten Fischer kommt eine besondere Ehre zuteil. In London wird für die Zeit der Olympischen Spiele eine U-Bahn Station nach ihm benannt.

U-Bahn-Station wird nach Carsten Fischer benannt

Hockey-Legende Dr. Carsten Fischer, seit September Oberarzt am Elisabeth-Krankenhaus, steht mit seinem prominenten Namen Pate für eine U-Bahn-Station während den Olympischen Spielen in London.

Vor ein paar Tagen bekam Carsten Fischer einen Anruf. Eine Bekannte war am Telefon, sie fragte ihn: „Weißt du eigentlich, dass eine U-Bahn-Station in London nach dir benannt worden ist.“ Nee, wusste er nicht. Woher auch, es hatte ihm ja keiner gesagt, ihm dem Hockey-Olympiasieger von Barcelona (1992). „Ich war ziemlich überrascht, aber habe mich natürlich geehrt gefühlt.“

Carsten Fischer befindet sich in einem elitären Kreis. 361 Sportler aus aller Welt, aus allen Generationen und aus allen Disziplinen werden während den Olympischen Spielen in London den U-Bahn-Haltestellen ihre Namen leihen. Prominente Stationspaten sind unter anderem Boxlegende Muhammad Ali, Tennis-As Boris Becker, Weltfußballer Lionel Messi und der ehemalige Basketball-Superstar Michael Jordan. „Ich fand das schon komisch, dass ich nicht mal gefragt worden bin“, sagt Carsten Fischer, der seit September des vergangenen Jahres als Oberarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am Elisabeth-Krankenhaus arbeitet. Gewehrt hätte er sich bei einer offiziellen Anfrage freilich nicht. „Welcher Sportler macht das schon?“

Warum ausgerechnet er für die „Legenden-Linie“ ausgewählt wurde, dafür hat er eine gute Erklärung: „Ich war damals einer der bekanntesten Hockeyspieler.“ Ganz einfach. In den Genuss einer Fahrt mit der „Tube“ mit Ein- und Ausstieg an der Carsten-Fischer-Station wird der 51-Jährige nicht kommen. Zu viel zu tun. Schade drum. Denn auf der „Hockey-Linie“ würde der Mülheimer mit den „Paten“ Rechelle Hawkes (Australien, eine Station später) und Stephan Veen (Niederlande, zwei Stationen später) auf alte Hockey-Weggefährten „treffen“.

Die Olympischen Spiele wird Carsten Fischer vom heimischen Sofa aus verfolgen. Seit seiner letzten Teilnahme, 1996 in Atlanta, war er bei den Weltspielen nicht mehr vor Ort. Die Wege nach Sydney, Athen und Peking waren ihm zu weit. „Olympia, das heißt für mich, nach der Arbeit auf die Couch und Fernsehen schauen.“ Am liebsten, natürlich, Hockey. Der Sport lässt ihn nicht los. Bis heute spielt er regelmäßig mit alten Kumpels bei den „Dollen Eulen“ des HTC Uhlenhorst. Die Haltestelle dort hat übrigens keinen besonderen Namen, sie heißt einfach nur Uhlenhorst...

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