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Tisa-Medaille würdigt Förderer

Dorsten Auf Initiative von Alt-Bürgermeister Heinz Ritter soll künftig ein neuer Kulturpreis der Stadt Dorsten vergeben werden.

«Als Ergänzung zum Förderpreis der Tisa von der Schulenburg-Stiftung, der alle drei Jahre verliehen wird, soll es in den Jahren dazwischen eine weitere Auszeichnung geben», erläutert Ritter, «mit der Tisa-Medaille sollen dann Personen geehrt werden, die dazu beigetragen haben, das Ansehen der Stadt Dorsten hervorzuheben.»

Anders als beim Förderpreis, der ausschließlich für Künstler gedacht ist, solle die Tisa-Medaille an Menschen vergeben werden, die sich generell als Förderer der bildenden oder darstellenden Kunst hervorgetan haben, auch in Bereichen wie Literatur, Musik, Architektur oder Design. Der Vorstand der Tisa von der Schulenburg-Stiftung solle die Kandidaten vorschlagen, der Kulturausschuss in nichtöffentlicher Sitzung über die Vergabe entscheiden.

Erstmals könnte die Tisa-Medaille im Jahr 2008 verliehen werden. Inzwischen hat Heinz Ritter einen Bürgerantrag bei Bürgermeister Lambert Lütkenhorst eingereicht, der das Ansinnen unterstützt: «Ein solcher Preis für Förderer der Kultur in Dorsten wäre eine positive Sache», sagte er auf Anfrage der Dorstener Zeitung. Er werde jedenfalls dem Rat die Umsetzung der Idee von Heinz Ritter empfehlen.

Zur Form der Auszeichnung hat Heinz Ritter bereits konkrete Vorstellungen. Als Vorlage für die Medaille soll ein Flachrelief von Tisa von der Schulenburg dienen, das einen Garbenbinder darstellt.

Symbolische Gabe

Die Dorstener Kunsthistorikerin und Mitglied der Tisa-Preis-Jury, Marion Taube, dazu: «Tisa lässt keinen Zweifel daran, dass es eine Frage der Haltung ist, die den menschlichen Einsatz in dieser Welt von der schlichten Ausübung zu einem kreativen und geistig belebten Vorgang adelt. In diesem Verständnis ist ihr Garbenbinder auch ein ,Kultur Schaffender', weil er in tiefer Kenntnis der Sache und in Respekt vor den Ressourcen seines Tätigkeitsfeldes den innewohnenden Nutzen mehrt. Gebündelt in der traditionellen Form eines Medaillons ist dieses Kunstobjekt in besonderer Weise geeignet, eine symbolische Gabe in der Würdigung der Talente und Verdienste seines Empfängers zu sein.» kdk

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