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Prozessauftakt am Landgericht

Straßenräuber schämt sich für seine Tat

Dorsten/Essen Erst wurde gelacht, dann ging es zur Sache: Vor rund zwei Jahren überfielen zwei Freunde am Busbahnhof in Dorsten zwei Jugendliche. Seit Mittwoch stehen sie in Essen vor Gericht.

Straßenräuber schämt sich für seine Tat

Die 23-jährigen Angeklagten gehörten zu einer Gruppe von sechs bis acht Personen, die sich am Abend des 12. Dezembers 2015 in der Unterführung am Busbahnhof aufgehalten hatte. „Wir hatten uns drei bis vier Flaschen Hochprozentiges geholt“, sagte einer von ihnen zum Prozessauftakt. „Außerdem wurde gekifft.“

Für den späteren Raubüberfall gab es nicht den Hauch eines Anlasses. „Die beiden kamen einfach nur da langgelaufen. Die hatten uns nichts getan.“ Die Opfer wurden geschlagen, verfolgt, bedroht und ausgeraubt. „Ich habe gesagt, ich habe eine Waffe“, sagte einer der Angeklagten zum Prozessauftakt. „Aber ich hatte natürlich keine.“

Wirkung hat der Spruch trotzdem gezeigt. Die beiden Überfallenen leisteten keinen Widerstand. Später mussten sie sich auch noch auf den Boden legen.

„Ich schäme mich“

Im Prozess am Essener Landgericht wollten die Angeklagten – einer kommt aus Dorsten, der andere aus Marl – die Tat auch gar nicht bestreiten. „Das tut mir voll leid“, sagte der Dorstener den Richtern. „Ich schäme mich.“ Ihre Opfer – beides Schüler – hatten sich damals zu einem Spieleabend getroffen, waren spät abends dann aber noch einmal rausgegangen, um Zigaretten und eine Flasche Jägermeister zu kaufen. „Ich wollte einfach nur, dass es vorbei ist“, sagte einer der heute 20-Jährigen im Zeugenstand. Die Beute der Täter bestand aus rund 40 Euro, dem Haustürschlüssel und dem Jägermeister. Mit der Flasche waren die beiden sogar noch bedroht worden – wie mit einem Knüppel. Geschlagen wurde allerdings nicht.

Am ersten Verhandlungstag haben sich beide Angeklagte bei ihren Opfern entschuldigt. Der 23-jährige Dorstener hatte sogar schon vor Prozessbeginn Schmerzensgeld gezahlt. Je 500 Euro an beide Opfer.

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