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Rechtsradikale Verschwörungstheorien

Stadt Dorsten geht gegen Facebook-Gruppe an

DORSTEN Eine Facebook-Seite namens "Die Stadt Dorsten", auf der ein paar Stunden lang unverhohlen bösartige rechte Verschwörungstheorien verbreitet werden? "Das geht gar nicht", sagt Stadtpressesprecherin Lisa Bauckhorn. Das Justiziariat der Stadt habe Facebook schon vor einer Woche aufgefordert, diese Seite vom Netz zu nehmen.

Stadt Dorsten geht gegen Facebook-Gruppe an

Das Justiziariat der Stadt habe bereits vor einer Woche Facebook aufgefordert, die Seite "Die Stdat Dorsten" vom Netz zu nehmen.

"Die Stadt Dorsten" ist nach eigenen Angaben eine private „Unterhaltungs“-Webseite, die seit geraumer Zeit bei Facebook Veranstaltungshinweise, Online-Artikel und Grüße verlinkt. Mehrere hundert Nutzer haben dieses Angebot "geliked" und beziehen darüber Informationen.

Viele von ihnen dürften entsetzt darüber gewesen sein, was ihnen am Dienstag und Mittwoch dieser Woche geliefert wurde: Fremdvideos, von Youtube verlinkt, mit eindeutig fremdenf eindlichen und rechtsextremen Inhalten. Inzwischen hat der Anbieter der Seite diese Beiträge aber wieder gelöscht, nachdem sich Nutzer der Seite über die Art und den Inhalt der Videos entrüstet gezeigt haben.

Betreiber wolle die Leute "aufwecken"

Der Betreiber von "Die Stadt Dorsten" hatte diese empörte Kritik übrigens damit kommentiert, dass er seine Facebook-Seite in Kürze aus Zeitgründen aufgeben werde. Vorher wolle er die Leute aber noch "aufwecken".

Wer sich hinter der Facebook-Seite verbirgt, ist nicht bekannt, es gibt auch auf der Homepage von "Die Stadt Dorsten" keine Hinweise darauf. Auf unsere Facebook-Nachricht an den Betreiber mit der Bitte um eine Stellungnahme gab es diese Reaktion: "Ich bin weder von Facebook noch von der Stadtverwaltung zu irgendetwas aufgefordert worden. Ich gebe meine Seite auf, weil ich das so möchte."

Bald eigener Auftritt

Die Stadtverwaltung Dorsten hat bereits einige derartige Seiten sperren lassen. "Einige haben das offizielle Stadtwappen benutzt, das ist nicht erlaubt", sagt Pressesprecherin Lisa Bauckhorn. "Da machen wir ebenso unsere Rechte geltend wie bei Namen, die sich quasi einen offiziellen Anstrich geben." Wie eben bei "Die Stadt Dorsten".

Diese Gangart fährt die Stadtverwaltung auch deshalb, weil sie selbst in spätestens zwei Monaten endlich auch mit einem eigenen Facebook-Auftritt an die Öffentlichkeit gehen und Verwechslungen mit nichtoffiziellen Angeboten verhindern will, die mit der gleichzeitigen Nutzung von Begriffen wie "Stadt", "Dorsten", "Rathaus" etc. hausieren gehen.

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