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SV Schermbeck

Spatenstich für das Abrahamhaus

Schermbeck Nach dem Spatenstich fürs neue Abrahamhaus am Montag können die Ehrenamtlichen vom SV Schermbeck nun loslegen. Allzu viel Zeit haben sie nicht.

Spatenstich für das Abrahamhaus

Johannes Brilo ließ es sich nicht nehmen, mit dem Bagger die ersten Bodenarbeiten vorzunehmen. Foto: Foto: Berthold Fehmer

Am Freitag war Architekt und langjähriger SV-Vorsitzender Johannes Brilo noch beim Kreis Wesel. „Die Baugenehmigung soll noch in diesem Jahr kommen“, sagte er am Montag. Fast zwei Jahre ist die Planung mittlerweile alt, einfach war sie nicht. Brilo dankte Pfarrer Klaus Honermann für das Engagement der Kirchengemeinde, die ihr Grundstück zur Verfügung stellte und nach Fertigstellung des Hauses auch bei der dort geplanten Integration der Flüchtlinge mit dem Verein zusammenarbeiten will. Ebenso dankte Brilo Bürgermeister Mike Rexforth, der das Projekt von Anfang an begleitet habe.

Spatenstich für das Abrahamhaus

Mit dem Spatenstich am Montagmorgen ist der Startschuss für den Bau des Abrahamhauses gemacht. Ein „Ort der Begegnung“ solle das Haus werden, sagte Bürgermeister Mike Rexforth (r.). Foto: Foto: Berthold Fehmer

Wie bereits berichtet, plant der SV Schermbeck mit einer 960.000-Euro-Förderung aus dem Sonderprogramm des Landes „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ an seiner Sportanlage an der Straße „Im Trog“ einen zweigliedrigen Bau. Links vom Eingang aus soll eine Bewegungshalle entstehen, rechts zwischen Rasen- und Kunstrasenplatz ein dreigeschossiger Bau mit acht Kabinen, Mehrzweckraum, Cafeteria, Geschäftsräumen und Fitnessbereich, Vereinsheim, sanitäre Anlagen, Behinderten-WC und einem Umkleideraum für Behinderte. Ein Aufzug werde die Stockwerke barrierefrei verbinden, so Brilo.

Muskelkraft

20 Prozent der Kosten (insgesamt 1,2 Millionen Euro) muss der Verein aufbringen, unter anderem mit Muskelkraft. Michael Steinrötter, Leiter der Fußballabteilung, sagte: „Wir haben eine WhatsApp-Gruppe mit 37 Mitgliedern, die alle darauf warten, dass es endlich losgeht.“ Neben den Firmen, BWR Schermbeck und Klein-Ridder aus Raesfeld, werde man aus versicherungstechnischen Gründen nur Vereinsmitglieder zur Arbeit einsetzen, sagte Brilo. Für die technische Gebäudeausrüstung ist Ingenieur Kilian Zens zuständig, die Statik hat das Architektur- und Ingenieurbüro Rainer Thieken aus Dorsten errechnet und als Vermesser kam das Dorstener Unternehmen Claaßen & Claaßen zum Einsatz. Ehrenamtlich geplant hat den Komplex Brilo.

„Ein echtes Quartier“ solle das Abrahamhaus werden, sagte er. Rexforth: „Ein Ort der Begegnung.“ Sprachkurse für Flüchtlinge sind angedacht oder auch Angebote zur Gewaltprävention, so Brilo. Bis zum 31. Dezember 2018 muss das Abrahamhaus fertig gebaut und abgerechnet sein. Eine Verlängerung sei seitens der Bezirksregierung nicht gewährt worden, so Rexforth: „Das ist schon recht sportlich.“ Zumal der SV, wie Brilo ankündigte, auch noch seinen 14 Jahre alten Kunstrasenplatz erneuern will.

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