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Solidarität in ihren schönsten Farben

Dorsten Bunte Bilder machen kahle Wände schöner. Das sehen auch die Bewohnerinnen des Frauenhauses Dorsten so und freuen sich über sieben Aquarelle, die bald den Flur der Einrichtung schmücken. Gemalt wurden die farbenfrohen Kunstwerke von Frauen mit Behinderungen, die sich zu einem Workshop zusammengeschlossen haben. Unter der Anleitung der Mülheimer Künstlerin Martina Kaufholt und Katrin Clemen vom Verein Integrative Kulturarbeit tobten sich die sieben Frauen auf der Leinwand aus. Allerdings war der künstlerische Prozess voller Hürden, nicht zuletzt, weil das Thema «Gesichter» hieß. «Dass das so ein Wespennest ist, das hätte ich nicht gedacht. Die Frauen hatten eine so negative Einstellung zu sich selbst», sagt Katrin Clemen. «Sie haben sich als hässlich, tollpatschig und ungeschickt wahrgenommen.» Trotz dieser ungünstigen Voraussetzungen sind die Frauen, die mit körperlichen oder geistigen Behinderungen leben, während des Entstehungsprozesses richtig aufgeblüht. «Sie haben Blumen als Symbol für Zartheit, aber auch Tatkraft entdeckt», so Clemen. Mit vielen Farben und noch mehr Kreativität sind so aussagekräftige Aquarelle entstanden. Katrin Clemen ist überzeugt: «Das war eine ganz tolle Zusammenarbeit. Die Bilder sind überraschend professionell geworden. Sie erzählen von den Sehnsüchten und den Träumen der Künstlerinnen.» Seit März haben die Frauen im Workshop zusammengearbeitet. Durch die Malerei, aber auch durch viele Gespräche hatten sie die Möglichkeit, ihren eigenen Sorgen zu begegnen. Viele Teilnehmerinnen fühlen sich von der Gesellschaft nicht als Frau akzeptiert bzw. nicht als «richtige» Frau wahrgenommen. Die Aquarelle schenkt die Gruppe dem Frauenhaus, um «Solidarität unter Frauen» zu beweisen, so Clemen. «Außerdem kann das Haus ein bisschen Farbe gut gebrauchen.» ah

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