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Lebendfang ist eine schonende Methode

So funktioniert die Kaninchenjagd mit Frettchen

Hervest Wildkaninchen sind niedliche Tiere. Wildkaninchen sind aber auch verfressen und buddeln gern und viel - und sie vermehren sich eben auch "wie die Kaninchen". Leider kann das an manchen Stellen zu Belästigungen oder gar schweren Schäden führen. Dann bleibt oft keine andere Möglichkeit, als die Tiere aus dem überlasteten Gelände zu entfernen. Die schonendste Methode ist der Lebendfang.

So funktioniert die Kaninchenjagd mit Frettchen

Mit diesem Frettchen wird gejagt.

Die Brüder Gerd und Robert Rösing aus Velen-Ramsdorf sind eigentlich Landwirte und haben sich auf den Fang mithilfe von Albino-Frettchen spezialisiert – und erhielten kürzlich den Hilferuf der Stadt Dorsten, weil sich Kaninchen zuhauf über die Gräber und Grünflächen des Hervester Kommunalfriedhofs an der Glück-Auf-Straße hermachen.    

Ein von @dz_live gepostetes Video am Nov 11, 2014 at 1:39 PST

Ausgestattet mit Fangnetzen, Spießen, Reusen, dem Kleinen Münsterländer Karl und sechs ihrer insgesamt 20 Frettchen rückten die Rösings am Donnerstagmorgen (20.11.) an – zum Frettieren, wie die Ramsdorfer ihre Tätigkeit nennen.    

Ein von @dz_live gepostetes Video am Nov 11, 2014 at 1:41 PST

Zunächst wird das Gelände, das "frettiert" werden soll, mit Fangnetzen umzäunt. Dann werden alle Ein- und Ausgänge des Kaninchenbaus mit Metall-Reusen versperrt. Die Netze sind eigentlich nur dafür da, dass, falls die beiden Brüder einen Notausgang des Baus übersehen haben und das Kaninchen flüchten will, das Tier aufgehalten wird.    

Ein von @dz_live gepostetes Video am Nov 11, 2014 at 1:52 PST

Wenn das Frettchen das Kaninchen aufgespürt und es aus dem Bau gejagt hat, landet es im besten Fall in der Reuse, aus der die beiden Brüder es behutsam herausholen und in eine Transportbox stecken können. Sind die Kaninchen, vielleicht weil es draußen zu warm ist, nicht in ihrem Bau, werden die Nager mithilfe von Münsterländer-Hund Karl in die Netze gejagt. Die Rösing-Brüder nehmen alle gefangenen Kaninchen mit auf ihren Hof nach Velen-Ramsdorf. Dort werden sie "verwertet", wie  Robert Rösing es nennt - ohne ins Detail zu gehen.    

Ein von @dz_live gepostetes Video am Nov 11, 2014 at 2:12 PST

Kaninchenjagd mit Frettchen

Robert Rösing mit einem Frettchen.
Die Frettchen haben einen ausgeprägten Jagdinstinkt.
Die Albino-Frettchen warten auf ihren Einsatz.
Gerd und Robert Rösing bereiten das Fangnetz vor.
Gerd und Robert Rösing bereiten die Netze vor.
Mit diesen Metall-Reusen werden die Ein- und Ausgänge der Kaninchenbauten versperrt.
Gerd Rösing setzt gleich das Frettchen ab.
Das Frettchen sitzt vor einem Kaninchenbau-Eingang.
Das Frettchen geht in den Bau.
Keinen Erfolg gehabt: Das Frettchen kommt aus dem Bau zurück, konnte kein Kaninchen aufscheuchen.
Das Frettchen wird in einen anderen Kaninchenbau gesetzt.
Dieses Kaninchen wird gleich eingefangen.
Das Kaninchen wird in die Reuse gesteckt.
Das Kaninchen wird in die Reuse gesteckt.
Erfolgreicher Fang. Das Kaninchen sitzt in der Reuse.
Erfolgreicher Fang. Das Kaninchen sitzt in der Reuse.
Anschließend kommt das Nagetier in die Transportbox aus Holz.
Münsterländer-Hund Karl nach seinem Kaninchenjagd-Einsatz.

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