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Freispruch am Schöffengericht

Schlägerei konnte Jugendlichen nicht nachgewiesen werden

DORSTEN Weil vier jungen Männern vor dem Schöffengericht nicht nachgewiesen werden konnte, dass sie den Vater eines Kontrahenten geschlagen haben, wurden sie am Freitag freigesprochen.

Eine Auseinandersetzung unter jungen Männern in der damaligen Brauhaus-Kneipe in Wulfen hatte im Januar 2010 noch in der gleichen Nacht ein handgreifliches Nachspiel im Flur eines Mehrfamilienhauses gefordert. Am Freitag saßen vier Dorstener, alle Anfang 20, in dieser Sache vor dem Schöffengericht auf der Anklagebank. Ein fünfter Beteiligter, Freund das Quartetts, war bereits vom Dorstener Jugendschöffengericht wegen Körperverletzung verurteilt worden. Die fünf jungen Männer waren nach dem Streit im Brauhaus zur Wohnung ihres Kontrahenten gefahren, um ihn noch einmal zur Rede zu stellen. Als sie anschellten, kam jedoch sein Vater heraus.

Es kam zu einer Rangelei, bei der der bereits Verurteilte den Vater verletzte. Doch ob die übrigen Vier ebenfalls eingriffen, konnte am Freitag nicht geklärt werden. Das Opfer hatte zwar später behauptet, ein weiterer Beteiligter hätte ihn in den Schwitzkasten genommen. „Das hätten wir bei der Anzeige aufgenommen“, erklärte am Freitag die Polizistin, die damals vor Ort die Ermittlungen aufgenommen hatte: „Er sagte uns damals, nur einer hätte ihn geschlagen.“ Auch gab es Widersprüche zwischen den Aussagen des Vaters und seiner Ehefrau beziehungsweise seines Sohnes. Grund genug für das Gericht, das Quartett, das keine Aussagen machte, aus Mangel an Beweisen frei zu sprechen. Und das galt auch für die zweite Anklage. Die vier Angeklagten hatten in der Jugendgerichts-Verhandlung erklärt, der Vater sei zuerst auf ihren angeklagten Freund losgegangen, er habe sozusagen aus Notwehr zugelangt. Da es keine Zeugen des Vorfalls gab, musste die Staatsanwaltschaft vom Vorwurf der Falschaussage abrücken.

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