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Schilder und Sperren warnen vor Raupen-Invasion

Dorsten Die Invasion der Eichenprozessionsspinner-Raupen traf die Ordnungsbehörden völlig unvorbereitet. Erst am späten Nachmittag war gestern das ganze Ausmaß der Plage abzusehen - und vor allem, wie man sie in die Griff bekommen will.

An Plätzen, an denen sich viele Menschen aufhalten, will die Stadt die Nester in den nächsten Tagen beseitigen lassen. «Eine umgehende Vernichtung der Kokons an allen befallenen Bäumen ist nicht möglich, da die wenigen Experten in diesen Tagen bereits zahlreiche Aufträge erhalten haben», bestätigte Stadtsprecherin Lisa Bauckhorn.

Kinderspielplätze, Schulhöfe, Sportanlagen und Wege, die vermehrt als Radwege genutzt werden, sollen aber so schnell wie möglich mittels eines «Saugers» von den gefährlichen Raupennestern gereinigt werden. Der Raupenbefall am Rand größerer Wälder wird zunächst beobachtet.

Am Mittwoch sichteten die Mitarbeiter der Stadt Dorsten noch insbesondere solche Bereiche im Stadtgebiet, die sich in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten und stark frequentierten Plätzen befinden, und verteilten Info-Flyer.. Immer wieder gingen Meldungen über neue Fundorte im Rathaus ein. Der Bereich in Holsterhausen, Hagenbecker Straße zwischen «Am Kreskenhof» bis zur Brücke A 31, Schultendieck/ Telgenkamp in westlicher Richtung und Bruchdamm, ist gesperrt. Eichenprozessionsspinner-Raupen wurden auch am Freudenberg, Emmelkamp/Tüshaus Mühle und Richtung Deuten, im Wald am Steinwerk und am Tüshausweg Richtung Friedhof sowie im Bereich «Verlorener Sohn» in Wulfen entdeckt. Warnschilder wurden angebracht, die befallenen Bäume markiert. Am Nachmittag gab es zumindest teilweise Entwarnung: «Gefährlich wird es vor allem bei direktem Kontakt», so Lisa Bauckhorn.

Für das kommende Jahr will die Stadt wohl vorsorgende Maßnahmen ergreifen, da eine weitere Vermehrung der Insekten prognostiziert wird. Im Straßenbereich hat der Landesstraßenbaubetrieb bereits in diesem Frühjahr vorsorglich die Bäume einzeln gespritzt, so dass sich die Raupen hier erst gar nicht in großer Menge entwickeln konnten.

Auch in Schermbeck

In der Nachbargemeinde Schermbeck haben sich die giftigen Raupen «flächendeckend ausgebreitet», bestätigte Ordnungsamtsleiter Gerd Abelt. «Das Telefon schellt von morgens bis abends, immer neue Nester werden gemeldet.» dieb Seite 6

www.dorsten.de

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