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Scharfe Töne läuten das Duell ein

Dorsten Kaum hat die Öffentlichkeit davon erfahren, dass im November ein Duell um die SPD-Spitze bevor steht, da gibt es Anzeichen, dass die Zweikampfs-Vorbereitungen nicht geräuschlos ablaufen werden.

Denn erste Reaktionen, die der Redaktion vorliegen, enthalten scharfe Töne, die zumindest auf ein leichtes Rumoren in der Dorstener SPD hindeuten. Parteichef Nickel, so heißt es da, sei nicht bissig genug gewesen, sein Rückzug resultiere nicht nur aus seinem Studium, sondern aus einem Mangel an Profil und der Unfähigkeit, mit Veranstaltungen nennenswerte Besucher-Resonanz zu erzielen.

"Kein Rückzug"

Wahr sei, dass er im kommenden Jahr sein Studium abschließen wolle, um danach seine weitere wissenschaftliche Karriere an der Universität Bochum voranzutreiben, erklärte dazu Carsten Nickel. Er trete keineswegs den Rückzug an, sondern wolle Susanna Simmerl als Stellvertreter weiter tatkräftig zur Seite stehen: "Bis auf Kassierer Hartmut Lesch, der aus beruflichen Gründen ausscheidet, macht das gesamte eingespielte Team weiter."

Einzelne kritische Äußerungen aus den eigenen Reihen wertet Nickel als Störfeuer und Nebengeräusche, die nach dem Parteitag am 10. November die Arbeit des SPD-Stadtverbandes nicht beeinträchtigen würden.

"Schwund stoppen"

Susanna Simmerl, SPD-Ratsfrau und stellvertretende Bürgermeisterin, will sich zu Beweggründen und Zielen ihrer Kandidatur erst am Montag (8.10.) äußern. Ihr Kontrahent Carsten Entinger (Foto), Ratsherr und Ortsvereinsvorsitzender der SPD Hervest, nahm dagegen gestern schon Stellung.

Zwar bescheinigt er dem amtierenden Vorstand, keine schlechte Arbeit geleistet zu haben, dennoch sieht er auch Defizite: "Es muss uns endlich gelingen, den fatalen Mitgliederschwund zu stoppen. Und als Vorsitzender würde ich mich als Moderator verstehen und darum bemühen, alte Hasen und erfahrene Sozialdemokraten für die Parteiarbeit zu reaktivieren - es darf nicht sein, dass wir nur noch über das Internet kommunizieren."

Ein Argument für seine Wahl, mit dem Entinger bei den Delegierten punkten will: "Schon aus beruflichen Gründen strebe ich in den nächsten Jahren keine anderen Funktionen an. Das Amt des SPD-Vorsitzenden braucht Konstanz und sollte nicht nur als Sprungbrett dienen." kdk

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