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Satzung schließt das aus

Rhader Frauen möchten in den Schützenverein

DORSTEN Frauen sind auf Schützenfesten gern gesehen. Nur: Auf den Vogel schießen dürfen sie nicht. Und Mitglied eines Schützenvereins werden sie zumeist auch nicht. Letzteres möchte eine Gruppe von Frauen in Rhade ändern. Ist ihr Wunsch berechtigt?

Rhader Frauen möchten in den Schützenverein

Zum aktuellen Thron der Rhader Schützen gehören natürlich auch Frauen. Mitglied im Verein könnten sie aber nicht werden, selbst wenn sie es wollten.

"Es ist eher möglich, Kanzlerin oder Verteidigungsministerin zu werden, als Mitglied in unserem Schützenverein!" - sagen sie und gehen nun an die Öffentlichkeit. Die Frauen, deren Namen wir auf ihren Wunsch hin nicht veröffentlichen, kritisieren: "Neu-Rhadern oder Ex-Rhadern wird eine Mitgliedschaft ermöglicht, Ur-Rhaderinnen bleibt dies verwehrt. Warum ist das so?"Die Satzung spricht dagegen Für Siegfried Höller, Vorsitzender der Rhader Schützen, liegt die Antwort in der Satzung des Vereins begründet: "Derzufolge ist die Aufnahme in den Verein nur Männern erlaubt." Natürlich, so Höller, könne theoretisch auf Antrag in der Generalversammlung per Mehrheit beschlossen werden, dies zu ändern, aber: "Es hat bislang keinerlei Bestrebungen in diese Richtung gegeben." Die Rhader Frauen verweisen darauf, dass sich der Verein "Bürgerschützenverein" nennt und nicht "Männerschützenverein". Dass sie sich kurz vor dem diesjährigen Schützenfest zu Wort melden, hat nach Worten einer der Initiatorinnen auch mit den Mitgliedskarten zu tun, die den Vereinsmitgliedern und ihren Partnerinnen freien Eintritt ins Schützenzelt gewähren. In diesem Jahr, so haben die Schützen nämlich beschlossen, soll viel genauer hingeschaut werden, dass auch wirklich nur Mitglieder die Karten vorweisen."Öffnet Eure Mottenkiste!"

"Das haben wir in den letzten Jahren etwas zu lax gehandhabt", sagt Siegfried Höller. "Wobei die Karten aber nie übertragbar gewesen sind", betont er. Weil manche Schützen ihre Karten aber dennoch an Nichtberechtigte weitergegeben hätten, habe der Verein weniger Geld an den Kassen eingenommen. "Und wir müssen auf unsere Finanzen achten."

Und deshalb befürchten die Rhader Frauen, dass so manche ihrer Geschlechtsgenossinnen diesmal nicht bei freiem Eintritt ins Zelt kommen. "Es gibt ja genügend Frauen, die ohne Partner leben, als Alleinerziehende oder Geschiedene", sagt eine der Initiatorinnen. Auch deswegen sei eine Mitgliedschaft für Frauen nur zeitgemäß: "Öffnet Eure Mottenkiste und schreibt die Vereinsgeschichte in Rhade neu!", fordern die Frauen deshalb die Schützen auf.

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