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Raketen und Kartoffelbrei

Dorsten Drei Tage harter Arbeit im St. Ursula-Gymnasium sind vorbei, doch fürs Leben haben alle auch dieses Jahr etwas durch die Ferienakademie mitbekommen.

Sei es etwa durch die anderthalb stündige Präsentation, in der die «Erste-Hilfe-Gruppe» durch einfache Quizfragen dem Publikum spielerisch Wissen vermittelte oder durch die Projekte selbst. «Wir haben Raketen gebaut - ganz einfach aus einer Filmdose, einer Brausetablette und Wasser», erzählt der 10-jährige Laszlo Taube. Er, wie auch der Rest seiner Chemie-Gruppe waren restlos zufrieden.

Genauso begeistert war auch der Gruppenleiter und momentane Lernstudent, Florian Teske (22). «Während dieser Zeit den Kindern etwas beizubringen ist etwas ganz Besonderes.» Die Motivation der Kinder sei einfach viel höher, es gebe keine speziellen Lehrpläne und mache Spaß. «Außerdem bietet die Ferienakademie die Möglichkeit viel mehr auf die Kinder selbst einzugehen und das merken sie auch», so Florian Teske.

75 Schüler

Genau dies ist auch eines der Hauptanliegen der Ferienakademie, wie die Projektleiterin Carmen Rüter erklärte. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, ihren Interessen entsprechend über das normale Schulangebot hinaus etwas zu lernen. Die Mathematik- und Erdkunde-Lehrerin sowie Initiatorin der Ferienakademie ist stolz, dass auch dieses Jahr wieder rund 75 Schüler teilgenommen haben. Auch die Schulleiterin Sr. Benedicta Kimmeyer empfand die drei Tage als eine sehr gute Sache: «Es freut mich so viele junge Menschen zu sehen, die selbst in der Ferienzeit freiwillig kommen und etwas lernen möchten.»

Als einen weiteren Höhepunkt der gestrigen Präsentation zeichnete sich die Tanzaufführung zum Lied «Show me the money» aus dem Film «Step up» unter der Leitung von Kirsten Klein aus. Kurz vor Aufführung ging die Marler Tanzlehrerin noch einmal die Schritte durch und es wurde ein letztes Mal geprobt. «Wir alle sind schon ganz aufgeregt und hoffen, dass nichts schief geht. Es hat aber auf jeden Fall ganz viel Spaß gemacht», sagt Natalie Brömmel (13). «Das Einzige was nicht so toll ist, ist das Essen - besonders der Kartoffelbrei», sagt sie lachend, umringt von den übrigen Mädchen.

Mütter begeistert

Letztendlich waren die zahlreichen Mütter sichtlich von der Aufführung begeistert. Und davon, dass die Kinder die Schule endlich einmal ganz entspannt erleben und auch mit ganz unterschiedlichen Altersgruppen zusammen arbeiten konnten, wie Mutter Griseldis Stewing betonte. Anne Schwenzfeier

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