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2013 fertig

Radrentner wollen Deutschland mit dem Rad umrunden

DORSTEN Zu einer Radtour der besonderen Art haben sich die selbst ernannten Radrentner vor sieben Jahren entschieden: Sie wollten Deutschland einmal mit dem Fahrrad umrunden. Wenn alles gut geht, haben sie es nächstes Jahr geschafft.

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Die Radrenter Reiner Gräf (v.l.), Jürgen Gertz, Werner Pieper, Walter Hofterheide und Manfred Luttkus haben es fast geschafft. 2013 starten sie ihre letzte Etappe zur Deutschlandumrundung.

Wenn die Radrenter aus Dorsten erst ihre Deutschlandumrundung abgeschlossen haben, werden sie 6000 Kiloemter zurückgelegt haben.

Si verläuft die in Etappen gefahrene Strecke der Dorstener Radrentner.

Aufgeben, zögern? Die Rentner reagieren mit einem lang gedehnten „Nein“, schütteln dazu einstimmig die Köpfe. Das kam nie in Frage für die fünf. Und schon gar nicht so kurz vor dem Ziel. Denn wenn alles klappt, haben sie es 2013 geschafft. Dann haben die Dorstener einmal Deutschland umrundet, mit dem Fahrrad 6000 Kilometer zurückgelegt. Organisation ist alles. Immer haben die selbst ernannten Radrentner alle Unterlagen dabei. Die Anschriften der Hotels, die sie ansteuern. Und die Route auf einer großen Deutschlandkarte. Auf der zeigt Reiner Gräf, wie alles begann. Mit der Hand deutet er auf die „neuen“ Bundesländer. „Das war für mich damals eine weiße Gegend“, erinnert er sich. Alles andere hatte er schon abgefahren. 2004 saß die Gruppe zusammen und sprach darüber, kam auf die Idee, die Deutschlandtour zu starten. Im Jahr darauf ging es los.  Gräf ist mit seinen 77 Jahren der älteste, Manfred Luttkus mit seinen 68 der jüngste in der Gruppe. Umkehren wollte nie jemand. Dabei ging es 2005 schon heftig los. Von Rostock nach Cottbus fuhren die fünf Männer 765 Kilometer. Dennoch: „Die Etappe am Bodensee war am anstrengendsten“, erinnert sich Luttkus. „Das tägliche Klettern bis 1500 Meter...“ 18 bis 22 Kilo Gepäck haben die Radler schließlich auch dabei. Den Rennsteig im Thüringer Wald zu überqueren, das sei aber auch eine Herausforderung gewesen. Acht Etappen sind mittlerweile zusammengekommen. Die letzte soll 2013 von Aachen nach Papenburg führen.

 Die Motivation für die Gruppe ist der Sport. Es geht den Dorstenern nicht darum, sich Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Auch wenn sie sich Zeit dafür nehmen. Durch die Städte fahren sie langsam oder schieben ihr Rad ein Stück. Wenn sie dann mit anderen über ihr Radprojekt sprechen, gibt es oft nur eine Reaktion. „Seid ihr wahnsinnig, sagen die“, sagt Walter Hofterheide und lacht. Kein Wunder. Schließlich kommen zu den vielen tausend Kilometern, die schon hinter den Radrentnern liegen, auch noch die ganz alltäglichen Dinge. „Zelten tun wir nicht. Aus dem Alter sind wir raus“, sagt Gräf zwar. Aber als Gepäck nimmt die Gruppe immer nur das Notwendigste mit. Wenige Hemden und Hosen müssen reichen. Im Hotel steht dann jeden Abend Waschen an. Am nächsten Morgen muss alles trocken sein.  Und dann die Pannen. Geplatzte Reifen, gerissene Ketten, gestürzte Radrentner. Gab es alles schon in den vergangenen sieben Jahren. „Aber nichts Dramatisches“, schieben die Männer gleich hinterher.

 Keiner von ihnen hat mal eine Etappe abbrechen müssen. Und irgendwo hat sich doch immer ein Fahrradhändler gefunden, der mit Rat, Tat und Ersatzteilen aushalf. Ein Kostenpunkt, klar. „Mallorca wäre wahrscheinlich günstiger“, sagt Luttkus. Die anderen stimmen lachend zu. Aber das ist eben nicht dasselbe. Radfahren ist den Männern wichtig.  Wenn irgendjemand aus der Gruppe gesundheitliche Probleme bekommt, dann dürfe der auch auf‘s E-Bike umsteigen. „Darüber haben wir schon offen gesprochen“, sagt Luttkus. Bisher sieht aber nichts danach aus, dass es soweit kommt. Im Gegenteil: Wenn die Deutschlandumrundung vorbei ist, wollen sich die Dorstener etwas Neues überlegen. „Es gibt ja auch noch viele Flüsse“, hat Reiner Gräf die erste Idee.   

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Die Radrenter Reiner Gräf (v.l.), Jürgen Gertz, Werner Pieper, Walter Hofterheide und Manfred Luttkus haben es fast geschafft. 2013 starten sie ihre letzte Etappe zur Deutschlandumrundung.

Wenn die Radrenter aus Dorsten erst ihre Deutschlandumrundung abgeschlossen haben, werden sie 6000 Kiloemter zurückgelegt haben.

Si verläuft die in Etappen gefahrene Strecke der Dorstener Radrentner.

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