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In der Dorstener Fußgängerzone

Poller sollen mehr Sicherheit bringen

Dorsten Die Stadt will die Eingänge in die Fußgängerzone mit automatisch absenkbaren Metallpfosten bestücken. Das soll mehr Terrorschutz bieten und den zunehmenden Lieferverkehr eindämmen.

Poller sollen mehr Sicherheit bringen

In der Innenstadt von Werne sind Poller bereits in Betrieb. Diese können mittels einer Chipkarte hoch und herunter gefahren werden. (Foto: Helga Felgenträger)

Versenkbare Poller statt der jetzigen bunt bemalten Betonklötze – so lautet künftig die Sicherheitsstrategie für die Fußgängerzone. Das soll bei größeren Innenstadt-Veranstaltungen nicht nur mehr Schutz vor potenziellen Terroranschlägen bieten, sondern auch den „Anlieferverkehr außerhalb der Lieferzeiten in die Schranken weisen“, wie Stadtpressesprecherin Lisa Bauckhorn auf Anfrage unserer Zeitung erklärte.

Pflaster und Ausstattung

Die Kommunalpolitik wird am Dienstag (19. Dezember) um 17 Uhr in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses im Rathaus über die Einzelheiten der geplanten Komplett-Neugestaltung der Dorstener Fußgängerzone abstimmen. Neben Fragen der Pflastergestaltung und der Ausstattung mit Leuchten, Bänken, Fahrradständern und Bäumen geht es dabei auch um das Thema Sicherheit, das Gegenstand zweier gemeinsamer Konferenzen von Stadt, Polizei, Feuerwehr und Kaufmannschaft gewesen ist.

Dabei ist laut Stadtverwaltung zur Sprache gekommen, dass vor allem der Lieferverkehr in der Fußgängerzone außerhalb der zulässigen Zeiten (von 19 bis 10 Uhr) zugenommen habe. Das habe zwar nicht zu mehr Unfällen geführt, allerdings fühlten sich Passanten verstärkt belästigt.

Wie in den Niederlanden

Um den Verkehr stärker zu reglementieren, ist nun geplant, die Eingänge in die Fußgängerzone mit unterschiedlichen Pollern abzusichern. „Das funktioniert in vielen holländischen Städten schon seit vielen Jahren“, zieht Lisa Bauckhorn einen Vergleich. Die Hauptzugänge Recklinghäuser Tor, Lippetor, Essener Tor und Klosterstraße sollen mit jeweils fünf bis sechs versenkbaren hydraulischen Hochsicherheitspollern ausgestattet werden, die auch höhere Aufprall-Lasten von größeren Fahrzeugen standhalten sollen.

Induktionsschleifen

„Diese Poller sind durchgängig oben, also ausgefahren, können aber automatisch gesteuert werden“, so Lisa Bauckhorn. Heißt: Wenn Fahrzeuge die vorgelagerten Induktionsschleifen im Boden überfahren, gehen die Poller automatisch runter – allerdings nur während der Lieferzeiten von abends 19 Uhr bis morgens 10 Uhr. Es gibt natürlich Ausnahmen: „Rettungsdienste und Feuerwehr können die Sperren digital steuern und haben dann freie Zufahrt“, sagt die Pressesprecherin. Und wer stunden- oder tageweise eine besondere Zufahrtsberechtigung (für Umzüge etc.) benötigt, kann eine Freischaltungsmöglichkeit per Smartphone beantragen.

Halbautomatische Poller

Für die Nebenstraßen wie Bauhausstiege, Suitbertusstraße und so weiter sind halbautomatische Poller vorgesehen, die abgesenkt werden können. Diese Poller-Pläne seien nicht gerade billig. Sie bewegen sich nach Angaben der Stadt im sechsstelligen Euro-Bereich. Dank des guten Drahtes der Stadtspitze zur aus Dorsten stammenden Regierungspräsidentin Dorothee Feller sei es gelungen, dass über das Land EU-Fördermittel für die Poller bereitgestellt werden konnten.

Höhere Kosten

Mit der Auswahl eines hochwertigeren Klinker-Pflasters als zunächst geplant und mit räumlicher Ausweitung der Pflasterflächen auf angrenzende Seitenstraßen sorgen die Poller mit dafür, dass die Gesamtkosten für den Umbau der Fußgängerzone von den ursprünglich geplanten 3,6 Millionen Euro auf nun 4,6 Millionen Euro steigen – zehn Prozent davon übernähme die Stadt als Eigenanteil.

Betonklötze: Jetzt weiß, bald bunt

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