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Grün-Vandalen in Dorsten am Werk

Pflanzen gestohlen und Beete verwüstet

Dorsten Dorstener Bürgermeister spricht von „asozialem Verhalten“ – denn vor allem ehrenamtliche Projekte sind betroffen.

Pflanzen gestohlen und Beete verwüstet

Anwohner tun im Stadtsfeld ihren Unmut über die Täter kund. Foto: Privat

Liebevoll bepflanzte Hochbeete in der Innenstadt, frisch von der Stadt und engagierten Bürgern angelegte Grünflächen am Rossini-Platz und am Ostgraben, dazu erblüht der Bürgerpark Maria Lindenhof: Lebensräume für Pflanzen und Tiere anzulegen und auch den Menschen damit Freude zu bereiten, hat derzeit Hochkonjunktur in Dorsten. Doch das ruft leider Vandalen und Diebe auf den Plan.

Beispiel Alleestraße: Hier wurden vor Tagen nahe des Wendehammers vier Hochbeete mit Unterstützung des Stadtumbau-Projekts „Wir machen Mitte“ errichtet. Doch bevor sich die dortigen ehrenamtlichen Grünpaten richtig um die Pflanzen kümmern konnten, wurden bereits ein paar der Setzlinge gestohlen. „Schämt Euch“ hat ein Dorstener in einer Facebook-Gruppe im Internet an die Diebe der Pflanzen adressiert.

„Keinerlei Respekt“

Auch für Bürgermeister Tobias Stockhoff ist der Diebstahl unfassbar. „Mancher mag das für eine Bagatelle halten. Ich sehe hier aber ein grundsätzlich asoziales Verhalten, das keinerlei Respekt zeigt für ehrenamtliche Bemühungen von Bürgern, unsere Stadt schöner und lebenswerter zu machen“, erklärt er: „Mit einer solchen Haltung funktioniert Gemeinschaft nicht.“

Auch am Rossini-Platz haben unbekannte Zeitgenossen zugeschlagen. „Ohne Worte“, schrieb Gerhard Jendrzey von der Ideenfabrik Stadtsfeld zu den Fotos, die er uns von den angerichteten Schäden schickte. Eines dokumentiert, dass die Täter auch Teile des ausgelegten Rollrasens mitgehen ließen. Ein Anwohner hat seine Meinung dazu kundgetan: „Diebstahl vom Kinderspielplatz – wie tief muss man sinken?“ steht auf dem DIN-A-Blatt, das er an einem der Beet-Holzkästen angebracht hat.

Wühlmäuse am Werk

In der Stadtkrone (Bürgerpark Maria Lindenhof) haben unliebsame Zeitgenossen rund um das Amphitheater die Köpfe von einigen der dort im November von Freiwilligen eingesetzten und von Sponsoren finanzierten Narzissen abgeschlagen. Dass auch von den 17.500 dort eingepflanzten Tulpen nichts zu sehen ist, hat allerdings wenig mit Menschenwerk zu tun. „Bevor sie überhaupt richtig aus der Erde herauskommen konnten, sind alle Tulpenzwiebeln von Wühlmäusen oder Kaninchen gefressen worden“, erklärt Stadtkrone-Kuratorin Marion Taube auf Anfrage.

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