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Pfarrer: Wohnheim nicht auf die Wiese

Lembeck Der Konvent der evangelischen Pfarrer in Dorsten hat sich auf seiner monatlichen Sitzung am Mittwochabend für ein Wohnheim für chronisch Suchtkranke auf dem Gelände des ehemaligen Gemeindehauses in Lembeck ausgesprochen. Einstimmig befürworteten die Geistlichen das Anliegen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), "suchtkranke Menschen auf dem Weg der Heilung zu unterstützen und sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren".

Angesichts der scharfen Kritik an dem Projekt aus Lembeck (wir berichteten mehrfach) bat Pfarrer Andreas Deppermann von der ev. Kirchengemeinde Holsterhausen gestern um Sachlichkeit in der Diskussion. Der Konvent habe bewusst keine ellenlange Liste von Argumenten aufgeführt, um das Thema nicht zu zerreden. "Wir dürfen nicht emotional an die Sache rangehen."

Das Gremium aller evangelischen Pfarrer in Dorsten war sich laut Deppermann am Mittwochabend einig, dass das LWL-Projekt einen sinnvollen sozialen Zweck verfolgt, der mit den Zielen der Kirche absolut übereinstimme. "Es geht um Hilfe für Hilfsbedürftige, um die Re-Integration von Suchtkranken", so Deppermann. "So ein Wohnheim gehört deshalb nicht auf die Wiese."

In Lembeck waren in den letzten Wochen über 1700 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt worden. Die CDU-Fraktion und der SPD-Ortsverein Lembeck hatten zuletzt Zweifel geäußert, ob ein solches Wohnheim im Dorfzentrum richtig platziert sei. dieb

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