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Olympische Freuden

Hardt Was macht ein einzelnes Kind allein auf weiter Flur auf der Hardt? Wahrscheinlich sucht es Spielkameraden. Doch die findet es diese Woche nicht vor der Haustür, sondern nur auf dem Sportplatz des SV Hardt: Dort tummeln sich über 700 Kinder beim gemeinsamen Spielen und Wetteifern.

Fritz Mariß, im 21. Jahr Chef der «Sportplatzolympiade», weiß um die Anziehungskraft der Ferienspiele des SV Hardt: «720 Teilnehmer haben wir derzeit, täglich werden es mehr.» Darunter sogar einige «Exoten», wie zum Beispiel der Junge aus Bonn, der gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt: «Er besucht seine Großeltern in Dorsten und nimmt regelmäßig an der Olympiade in der ersten Ferienwoche teil.»

Der achtjährige Tim aus der Altstadt ist auch so ein alter Hase: «Ich bin jetzt schon zum zweiten Mal dabei», erzählt er. Und kennt weitere Bequem- und Annehmlichkeiten der Sportplatzolympiade: «Die erste Ferienwoche ist damit schon gelaufen. Danach kann es dann in den Urlaub gehen.»

In besten Händen

Die Verlässlichkeit der olympischen Kinderspiele wissen nicht nur berufstätige Eltern zu schätzen. Von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr sind die Jungen und Mädchen täglich eine Woche lang in besten Händen. Das gibt Planungssicherheit, das erleichtert vielen Eltern zum anderen auch die Urlaubsvorbereitung.

140 Betreuer kümmern sich um das leibliche und seelische Wohl der ihnen anvertrauten Schützlinge. Bei kleinen Wehwehchen gibt´s zudem auch fachmännischen Trost. Thomas Lorenschait, ehemaliger Dorstener, heute in Gladbeck wohnhaft, managt seit zehn Jahren immer im Wechsel mit Ehefrau Kerstin die Anmeldestelle. «Jeden Tag gibt´s was Neues, manchmal kommen die Kinder auch, wenn sie einen Ratschlag brauchen», weiß er aus Erfahrung. Gattin Kerstin ist traurig, dass sie nicht dabei sein kann: «Mensch, bei Euch ist ja wieder eine tolle Stimmung», seufzte sie gestern aufs Handy des Gatten, weil sie arbeiten musste.

Wer auch immer beim SV Hardt bei der Sportplatzolympiade aushilft, ist mit großem Engagement dabei. Manche sogar schon seit Kindesbeinen: «Wir haben etliche, die selbst an der Olympiade in früheren Jahren teilgenommen haben und heute als ehrenamtliche Betreuer mitmachen», erzählt Fritz Mariß.

Sportlich-fair

Bei den gestrigen Spielen tobte denn auch ordnungsgemäß die sportlich-faire Schlacht zwischen den beteiligten Ländermannschaften in den Sportarten Hockey, Fußball, Handball und Datschball. Tim ist mit dem Abschneiden seiner deutschen Nationalmannschaft überaus zufrieden: «Gestern sind wir zweiter geworden!», freut er sich mächtig. eng

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