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Übergang mit altem Fahrzeug-Typ

Neue Züge für RB 43-Linie kommen erst Ende 2016

DORSTEN Nordwestbahn adé, hallo Deutsche Bahn – hieß es am 13. Dezember 2015 auf der Strecke der RB 43 zwischen Dorsten und Dortmund. Doch, anstatt qualitativ vergleichbare Züge wie zuvor einzusetzen, fährt nun eines der ältesten Zugmodelle des Typs VT 628 über die Schienen. Das ist zwar unkomfortabler, aber besser als nichts.

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Seit dem 13. Dezember 2015 rollen veraltete Züge der Deutschen Bahn von Dorsten Richtung Dortmund.

Für viele Senioren und Menschen mit Handicape stellt der Ein- und Ausstieg in die Züge der Linie RB 43 ein unüberwindbares Hindernis dar.

"Das es sich hier nur um eine Übergangsphase handelt, war von Anfang an klar", heißt es aus der Pressestelle der Deutschen Bahn. Denn für Ende des Jahres seien neue Fahrzeuge des polnischen Herstellers PESA bestellt. Eine Zwischenlösung für die RB 43 musste her, weil der Vertrag mit der Nordwestbahn im vergangenen Dezember auslief.

Über der RB 43-Linie schwebte deshalb lange ein "Damoklesschwert", so Sabine Tkatzik, Pressesprecherin vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), auf Nachfrage. Es habe die Gefahr bestanden, dass die direkte Verbindung zwischen Dorsten und Dortmund gekappt wird.

RB 43 in Sauerland-Netz integriert

Um dies zu verhindern, wurde die RB 43 in das Sauerland-Netz integriert, in dem Züge der Deutschen Bahn unterwegs sind. Auftraggeber für dieses Netz sind der VRR und der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Der Vertrag mit der DB läuft Ende 2016 aus und wird anschließend für weitere 15 Jahre verlängert, führt Tkatzik weiter aus. Und dann erst sollen die neuen Zugmodelle von PESA zum Einsatz kommen.

"Es handelt sich hier um die mit ältesten Fahrzeuge. Dass sich daraus Nachteile für unsere Kunden ergeben, war uns bewusst. Allerdings sind diese Fahrzeuge zuverlässig und unverwüstlich", so ein Bahnsprecher auf Nachfrage.

Keine Barrierefreiheit

Dennoch werde gerade an einer Lösung gearbeitet, mit der Hoffnung, dass noch im ersten Halbjahr Züge eingesetzt werden können, die einen vergleichbaren Standard wie die NWB-Züge haben. Ein großes Problem bei der RB 43 sei derzeit nämlich vor allem die fehlende Barrierefreiheit. Beim Ein- und Ausstieg müssen Fahrgäste vier steile Stufen überwinden.

"Die Schwierigkeit bei diesem Fahrzeugtyp ist, dass es keine Möglichkeit gibt, eine Rampe einzusetzen", sagte gestern ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB). Es habe dazu zwar Versuche gegeben – ohne Erfolg.

Fünf Haltestellen sind ab Ende 2016 barrirefrei

"Um Barrierefreiheit gewährleisten zu können, müssen Bahnsteig- und Einstieghöhe der Züge aufeinander abgestimmt sein", so Uli Beele, Pressesprecher des NWL. Bei allen Haltestellen mit der Standard-Bahnsteighöhe von 76 Zentimeter sei dann für die täglich 3500 Fahrgäste der RB 43 bei den neuen Zügen von PESA ein barrierefreier Einstieg möglich.

Nach Angaben der Deutschen Bahn Station & Service AG sind das derzeit folgende Haltestationen: Feldhausen, Wanne-Eickel Hauptbahnhof, Herne, Herne-Börnig und Dortmund Hauptbahnhof.

Mobilitätsservice-Zentrale:

Fahrgäste, die Hilfe benötigen, können sich aber vor der Fahrt an die Mobilitätsservice-Zentrale wenden. Dort bemühen sich die Mitarbeiter dann, individuelle Lösungen zu finden. Helfend zur Tat schreiten können auf der Fahrt Zugbegleiter oder das Personal des jeweiligen Bahnhofs. Es werden aber auch alternative Reisemöglichkeiten mit anderen Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gesucht.

Laut DB-Angaben werden bis 19 Uhr 30 Prozent der Züge der Linie RB 43 von Service-Mitarbeitern begleitet, ab 19 Uhr aus Sicherheitsgründen sogar 90 Prozent.

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Seit dem 13. Dezember 2015 rollen veraltete Züge der Deutschen Bahn von Dorsten Richtung Dortmund.

Für viele Senioren und Menschen mit Handicape stellt der Ein- und Ausstieg in die Züge der Linie RB 43 ein unüberwindbares Hindernis dar.

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