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Naturpark entstauben

Raesfeld Was ist zu tun, um auch junge Leute in den Naturpark Hohe Mark zu locken? Ganz klar: Sie müssen dort Trendsportarten wie Sandboarding, Bouldern und Motocross ausüben können.

Meinen die Studenten der Fachrichtung Landschaftsarchitektur der Universität Essen/Duisburg, die gestern die Ergebnisse eines ganz besonderen Entwicklungskonzepts präsentierten - sie wollen den Naturpark «entstauben», ihn für die Altersgruppe der 16- bis 35-Jährigen attraktiver machen.

«Der Naturpark Hohe Mark ist bei dieser Zielgruppe nahezu unbekannt», erfuhren Prof. Dr. Angelika Wolf und ihre Studentinnen bei Vorab-Umfragen. Mit der Idee zu der Projektarbeit rannte sie im vergangenen «Jahr der Naturparke» bei Peter Büning offene Türen ein. Der Geschäftsführer des Naturparks ist bekanntlich seit zwei Jahren dabei, mit Marketing-Aktionen, Broschüren, Projekt-Angeboten und neuem Internet-Auftritt den Naturpark in der Öffentlichkeit besser zu positionieren.

Gestern stellten die Studenten vor Behörden- und Interessensvertretern das vor, was sie in den vergangenen Monaten unter dem Arbeitstitel JuHoMa (Junge Hohe Mark) erarbeitet haben: ein pink-grünes Logo mit rotem Bambi, eine Wasserski-Anlage am Silbersee, ein Strandcafe in Dingden, Tauchen im Baggersee Flaesheim, Klettern im Hochseilgarten, Mountain-Bike- und Enduro-Strecken, Fun-Triathlon, Inselparty im Stausee Haltern, Brücken-Partys und Wasserreiten. Dass es Interessens-Kollisionen mit dem Naturschutz und anderen Nutzern geben könnte, glauben die Studenten nicht: «Der Naturpark ist groß genug für alle.» Zudem ließe sich das, was dort jetzt schon passiere, durch ein Konzept in legale Bahnen lenken.

Dass von den Vorschlägen nicht alles umzusetzen ist, ist den studentischen Verfassern des Entwicklungskonzeptes klar - Jan Dirk Püttmann, Bürgermeister von Dülmen und als Vertreter der Naturpark-Städte anwesend, machte ihnen aber dennoch Hoffung. «Ich denke, dass einiges vielleicht schon im kommenden Jahr realisiert werden kann», so Jan Dirk Püttmann. Er will jedenfalls Teile des Konzeptes den zuständigen Gremien vorschlagen.

Für einen Studenten aus der Arbeitsgruppe ist allerdings schon jetzt etwas bei dem Projekt herumgekommen - er hat das Thema seiner Diplomarbeit gefunden. Er wird sich mit dem Thema Mountainbike-Strecken im Naturpark beschäftigen. MK

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