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Musikschule stellt sich neu auf

Kontroverse

Dorsten Die Musikschule ist offenbar immer für einen Paukenschlag gut. Nachdem die CDU vor zwei Jahren der Verwaltung regelmäßig in den Ohren gelegen hatte, dass endlich ein Konzept vorgelegt werden müsse, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens Musikschule zu forcieren, war es nun die SPD im Schulausschuss, die an eben jenem neuen Konzept etwas auszusetzen hatte. Günther Heß (SPD) vermisste in dem 20-seitigen Papier den Tiefgang. «Die Berücksichtigung sozial Schwacher ist nicht erfolgt, der flächendeckende Gruppenunterricht mag Einsparungen zur Folge haben, ist aber grundsätzlich falsch, weil Kinder im Einzelunterricht zunächst schnellere Erfolge haben, außerdem sind weitere Kooperationen wünschenswert» - Bedenken, die die CDU-Politiker nun gar nicht teilen konnten. Im Gegenteil: Die CDU ist glücklich, dass nun endlich ein brauchbares Konzept vorliegt. Der Leiter der Musikschule, Eugen Kayser, brach denn auch eine Lanze für den Musikunterricht in der Gruppe, denn Einzelunterricht sei ein Relikt aus großbürgerlichen Zeiten, als die Tochter des Hauses noch zum Wohlwollen ihrer Eltern unter Aufsicht des Klavierfräuleins auf der Tastatur herumklimperte. Dass es bis heute noch keinen umfassenden Instrumentalmusikunterricht an allgemeinbildenden Schulen gibt, findet Kayser bedauerlich: «Instrumente sind eben sehr teuer.» Die Musikschule will sich deshalb künftig verstärkt dem Gruppenunterricht widmen, um mehr Kinder an die Instrumente heranzuführen. Eben nicht nur Kinder aus gut betuchtem Hause, sondern die breite Masse, der der Spaß an der Musik vermittelt werden soll. Zudem steht die Musikschule künftig auch für Angebote im Mainstreambereich, wenngleich konkrete Vorschläge im Konzept noch nicht gemacht wurden. Ob es nun Karaoke für Anfänger geben wird oder andere trendige, volltönende Freuden, blieb im Schulausschuss offen. Doch es gibt eine Vielzahl neuer Angebote, die für die neue Wirtschaftlichkeit des Unternehmens stehen sollen. eng

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