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"Münte" verkappter Ethno-Rapper

Dorsten "Im Dienste der Schönheit" kamen am Freitagabend Fritz Eckenga und sein Publikum in der Wulfener Gesamtschule zusammen. Der Kabarettist, Autor und Wortjongleur stellte sein aktuelles Programm vor.

In Textlesungen, Gedichten, Büttenreden und Kalauern erschütterte Eckenga die Aula der Gesamtschule ein ums andere Mal mit Gelächter. Große Themen entfalten bei ihm ihre Absurdität in den alltäglichen Vorgängen des Lebens. Die illegalen Arbeiter auf der Baustelle vor Eckengas Haus werden beispielsweise kurzerhand zum Symbol der Weltwirtschaftskrise. Ein Besuch bei Edeka verwandelt sich zu einem lyrischen Sinnen über die Existenz: "Sag ja zur Wirklichkeit" zwischen Mortadellascheiben und Schweinemett.

Auch Baumarktprofi Peter-Hans Kaltenbecher, bekannt vor allem durch seine Gastkommentare beim Rundfunk, kam im Laufe des Abends zu Wort. Diesmal sinnierte der Filialleiter eines Baumarkts über das Dasein des deutschen Handwerkers. Sein verbissenes Streben nach Perfektion interpretierte Kaltenbecher alias Fritz Eckenga als deutsche Tugend des gewollten Scheiterns. Herrlich auch, wie Eckenga sich über die Redekunst des Franz Münteferings hermachte. Für ihn zeugen die Wort- ergüsse des Arbeitsminister und Ursauerländers "Münte" von einem verkannten Dasein als Ethno-Rapper. Auch Umweltminister Sigmar Gabriel musste dran glauben. Hier kalauerte Eckenga über die biblischen Ausmaße seines Nachnamens.

Neben der Politik kommentierte Fritz Eckenga aber auch hochaktuelle und jüngste Ereignisse aus seiner Heimat, dem Ruhrgebiet. In einer Büttenrede, bei der ihm das Publikum den obligatorischen Tusch lieferte, reimte der Kabarettist die "Love-Parade" kurzum mit dem "was gar nicht geht" und fand dabei viele Lacher im Saal. Wenn Fritz Eckenga "Im Dienste der Schönheit" unterwegs ist, bleibt kein Auge lange trocken. EK

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