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Mit Profi-Hilfe will die SPD drei Wahlen gewinnen

Dorsten Susanna Simmerl (Foto) will am 10. November auf dem SPD-Stadtparteitag als neue Vorsitzende die Nachfolge von Carsten Nickel antreten. Der "Dorstener Zeitung" stand sie vorab Rede und Antwort über ihre Beweggründe und Ziele.

Frau Simmerl, Sie sind neben Ihrem Beruf als Heilpädagogin ehrenamtlich als stellvertretende Bürgermeisterin, Ratsfrau und Sozialausschuss-Vorsitzende tätig. Was gab für Sie den Ausschlag, für ein weiteres arbeitsintensives Amt zu kandidieren?

Simmerl : Ich bin mit Herzblut in der Politik tätig und seit über 20 Jahren dabei, davon ein Jahrzehnt im SPD-Vorstand. Deshalb möchte ich mit dem bewährten Team gern die hervorragende Arbeit von Carsten Nickel fortsetzen und in Erfolge bei den drei anstehenden Wahlkämpfen ummünzen.

An der Spitze der Dorstener SPD hat es in den letzten Jahren dauernd Wechsel gegeben. Wäre es nicht wichtig, über längere Zeit Kontinuität zu gewährleisten?

Simmerl: Das sehe ich auch so. Und durch den Rollentausch von Carsten Nickel und mir wäre diese Kontinuität gegeben, weil wir ja beide den eingeschlagenen Kurs fortsetzen wollen. Außerdem sehe ich mich nicht als Übergangskandidatin, sondern möchte die Funktion länger ausüben.

Beanspruchen Sie auch die Rolle als SPD-Bürgermeister-Kandidatin für sich?

Simmerl: Ansprüche habe ich noch nie erhoben, bisher ist immer die Partei an mich herangetreten. Jetzt steht erst die Vorsitzenden-Wahl an, über alles weitere werden wir erst nachdenken, wenn die Zeit dafür reif ist.

Mit Gudrun Kühn hat schon einmal eine Frau in Dorstens SPD eine herausragende Rolle gespielt. Sind ihr Aufstieg und Fall nicht ein abschreckendes Beispiel für Sie?

Simmerl : Es tut mir sehr leid, wie es damals mit Gudrun Kühn gelaufen ist, sie hat ausgezeichnete Arbeit geleistet. Aber wir sind zwei verschiedene Personen, ich sehe mich auf jeden Fall nicht in der gleichen Rolle.

Was würden Sie als Vorsitzende organisatorisch und inhaltlich ändern?

Simmerl: Da habe ich viele Ideen. Unter anderem sollen Info-Stände und Sprechstunden ausgeweitet und "Tage der Ortsvereine" eingeführt werden. Wie beim "Lokalen Bündnis für Familie" bietet sich das Instrument der Workshops auch für andere Bereiche an.

Von bloßer personeller Polemik halte ich nichts. Wir werden weiter sachpolitisch argumentieren, aber dabei auch scharf auf den politischen Gegner schießen, wenn es erforderlich ist. Und für die anstehenden Wahlkämpfe schwebt mir vor, dass wir erstmals professionelle Hilfe einbeziehen und einen kompetenten Wahlkampf-Koordinator einsetzen. kdk

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