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Wohnungen gesucht

Minderjährige Flüchtlinge brauchen Zuhause

DORSTEN Die Stadt sucht dringend größere Wohnungen oder Häuser, um weitere unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Wohngruppen unterbringen zu können. 37 leben zurzeit in Dorsten und der Nachbarschaft, für weitere 17 muss Platz geschaffen werden.

Minderjährige Flüchtlinge brauchen Zuhause

In der Villa der Familie Rose am Brauturm in Wulfen sind sechs unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht. Der Ev. Friedenshort betreut sie.

Außerdem muss zusätzliches Personal für die fachliche Betreuung der Jugendlichen eingestellt werden. Die Kosten werden über das Landesjugendamt Münster abgerechnet.

Vorlage für den Fachausschuss

Das geht aus einer Vorlage für die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses hervor. Er tagt kommenden Dienstag (16. Februar), 17 Uhr, im Rathaus, Halterner Straße 5. Jugendamtsleiter Dietmar Gayk bleibt trotz der Fallzahlen gelassen: "Wir werden nicht von heute auf morgen weitere 17 Jugendliche unterbringen müssen", sagt er. Auch wenn der Königssteiner Schlüssel, nach dem die Aufnahmequote der Gemeinden für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ermittelt wird, nach der Einwohnerzahl von Dorsten 55 UMF ausweist. Trotzdem bleibt Zeit, "nach Wohnraum zu suchen und Personal zu akquirieren", meint Gayk.

Bislang sei das Jugendamt gut damit gefahren, die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) in Wohngruppen zu betreuen. Jugendhilfeträger wie Ev. Friedenshort Dorsten, LWL-Jugendhilfezentrum Marl und Wichernhaus Bottrop betreuen 28 UMF aus Dorsten. Neun Jugendliche lebten unterdessen mit nahen Verwandten in Not- oder Flüchtlingsunterkünften.

Personalbedarf

Personalbedarf will die Stadt nun im Jugendamt mit finanzieller Hilfe durch das Land decken. 3100 Euro pro Jahr/pro UMF gibt es als Zuschuss. "Damit können eine Stelle im Allgemeinen Sozialen Dienst und je eine halbe Stelle im Bereich Vormundschaften und wirtschaftliche Jugendhilfe finanziert werden", sagt Gayk. Diese Stellen würden demnächst ausgeschrieben.

Zudem hat die Dorstener Arbeit Unterstützung signalisiert und ist als anerkannter Träger der Jugendhilfe befähigt, UMF zu betreuen. Doch: "Der Dorstener Arbeit fehlt ein Haus oder eine größere Wohnung, um diese Aufgabe übernehmen zu können", so Gayk. Die Unterkünfte müssen allerdings auch finanzierbar sein.

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